Biographie
Dorothy Page wurde am 4. März 1904 in Northampton, Pennsylvania, geboren. Als Studentin in Pennsylvania wurde sie von der Curtis Publishing Co. als Covermodel für die „Saturday Evening Post“ ausgewählt. Sie heiratete 1925 einen Medizinstudenten, und nachdem er Arzt geworden war, zogen sie nach Detroit, seiner Heimatstadt, um dort eine Arztpraxis zu eröffnen. In den 1930er-Jahren wurde die USA von der Wirtschaftskrise heimgesucht, und viele Familien brauchten ein zusätzliches Einkommen zum Überleben. Deshalb bewarb sich Dorothy, die am College Musik als Hauptfach studiert hatte, um eine Gesangsstelle in der Band von Paul Whiteman. Sie bekam den Job und sang bald mit Whitemans Band in seiner NBC-Radiosendung. Sie wurde beim Publikum sehr beliebt. 1935 war sie regelmäßig in der Radiosendung „Paducah Plantation“ von Irvin S. Cobb zu hören. Im selben Jahr erhielt sie einen Vertrag von Universal Pictures, der ihr einen Auftritt in einem preisgünstigeren Musical mit Ricardo Cortez namens „Manhattan Moon“ (1935) ermöglichte, das beim Publikum Anklang fand. Ihr nächster Film, King Solomon of Broadway (1935), war jedoch weniger erfolgreich und wurde von Universal abgesetzt.
Ein paar Jahre später versuchte sie ihr Filmglück erneut mit einem Film für Republic Pictures, Mama Runs Wild (1937), einer Komödie von Charles Ruggles – Mary Boland, aber in diesem Film sang Dorothy nicht, und der Film sang nicht nun kritisch oder finanziell. Das „B“-Studio Grand National Pictures glaubte jedoch, dass Dorothy ihr Studio retten könnte, das aufgrund des katastrophalen „Something to Sing About“ (1937), einem millionenschweren James-Cagney-Musical, das einen großen Flop machte und Grand kostete, finanziell in der Klemme steckte National ein Vermögen. Das Studio verpflichtete Dorothy für eine Reihe von Musical-Western mit mittlerem Budget, mit dem Gimmick, dass sie ein singendes Cowgirl spielt. Allerdings war „Grand National“ mit „mittlerem Budget“ anderswo mit „sehr niedrigem Budget“ ausgezeichnet, und die Filme – insgesamt drei – waren nicht besonders erfolgreich, da das Publikum die Idee eines singenden Cowgirls nicht so gut annahm wie zuvor zu einem singenden Cowboy. Nach dem dritten Film ließ Grand National die Serie fallen, ebenso Dorothy, und das Studio musste bald den Betrieb einstellen. Dorothy zog sich von der Schauspielerei zurück, um ihre Zeit ihrer Familie zu widmen. Nachdem ihre erste Ehe mit einer Scheidung geendet hatte, heiratete sie 1939 erneut einen Anwalt, der jedoch 1941 an einem Herzinfarkt starb. Sie heiratete bald ein drittes Mal erneut, einen Rancher in Fresno, Kalifornien, und zog dorthin, um ihm zu helfen leitet seit vielen Jahren seinen Ranchbetrieb. Die 1950er Jahre waren jedoch nicht gut für sie, ihre Ehe ging in die Brüche und später wurde bei ihr Krebs diagnostiziert. Nach der Scheidung zog sie nach Florida, um näher am Krankenhaus zu sein, in dem sie wegen ihrer Krankheit behandelt wurde, doch 1961 erlag sie ihr.