Biographie
Renaud Capuçon (* 27. Januar 1976) ist ein französischer klassischer Geiger. Seit Ende 2016 unterrichtet er am Royal Northern College of Music.
Capuçon wurde am 27. Januar 1976 in Chambéry geboren. Im Alter von 4 Jahren besuchte er das Konservatorium seiner Heimatstadt und im Alter von 14 Jahren das Conservatoire national supérieur de musique et de danse de Paris (CNSMDP), wo er bei Gérard studierte Poulet. Drei Jahre später schloss er dort sein Studium ab und gewann den ersten Preis sowohl in der Kammermusik als auch in der Violine.
Anschließend nahm er an mehreren internationalen Wettbewerben teil und trat dem European Union Youth Orchestra und anschließend dem Gustav Mahler Youth Orchestra als erster Geiger unter der Leitung von Claudio Abbado bei.
Gleichzeitig startete er seine Karriere als Solist und Kammermusiker und spielte mit Nicholas Angelich, Jérôme Ducros, Frank Braley, Hélène Grimaud, Gérard Caussé sowie mit seinem jüngeren Bruder Gautier, einem Cellisten.
1996 gründete er ein jährliches Festival in La Ravoire bei Chambéry, die Rencontres artistiques de Bel-Air, das 2010 endete. Es begrüßte die bedeutendsten Kammermusiker, darunter Jean-Pierre Wallez, Michel Dalberto, Martha Argerich, Stephen Kovacevich und Augustin Dumay, Gérard Caussé, Paul Meyer, Emmanuel Pahud, Katia und Marielle Labèque.
2013 begann er mit der Leitung eines Osterfestivals in Aix-en-Provence.
Er hat Kammerwerke von Ravel, Schubert und Brahms sowie Violinkonzerte von Schumann und Mendelssohn unter der Leitung von Daniel Harding eingespielt.
Nachdem er eine Vuillaume, eine Guadagnini und dann eine Stradivari gespielt hatte, lieh ihm die Banque de Suisse Italienne BSI 2005 eine Guarnerius, die „Panette“ von 1737, die Isaac Stern gehört hatte.
Zu den Preisen, die er gewonnen hat, zählen 1992 der erste Preis für Kammermusik und 1993 der erste Preis für Violine am CNSMD de Paris sowie 1995 der Preis der Berliner Akademie der Künste. Im Jahr 2000 wurde er von Victoires de la musique classique zum Talent des Jahres gekürt, das ihm 2005 den Titel „Instrumentalsolist des Jahres“ verlieh. 2006 erhielt er den Georges-Enescu-Violinpreis der Société des auteurs, Compositeurs et éditeurs de musique.
Am 25. Mai 2009 nahm er an dem Film 7.57 am-pm unter der Regie von Simon Lelouch teil, in dem er unerkannt und unerkannt inmitten einer Menschenmenge von Pendlern der Linie 6 der Pariser Métro auf seinem Guarnerius die Melodie des Orpheus von Gluck aufführte unbemerkt von der vorbeiziehenden Menge.
Im Juni 2011 wurde er von der französischen Regierung zum Chevalier des Nationalen Verdienstordens und im März 2016 zum „Chevalier de la Légion d’honneur“ ernannt.
Er hat mit zeitgenössischen Komponisten wie Nicolas Bacri (Solo-Violinsonate, 1999), Karol Beffa (Duett für Violine und Cello Masques, Konzert für Violine, Streichquartett Mosaïques), Pascal Dusapin (Konzert für Violine – Aufgang), Bruno Mantovani ( Konzert für Violine – Jeux d’eau, 2012) und Wolfgang Rihm (Konzert für Violine – Gedicht des Malers, 2015).
Am 4. Januar 2019 gab er ein Konzert während des Musikkarnevals „Winter at Tantora“ in Al-'Ula, einem UNESCO-Weltkulturerbe im Nordwesten Saudi-Arabiens. ...
Quelle: Artikel „Renaud Capuçon“ aus Wikipedia auf Englisch, lizenziert unter CC-BY-SA 3.0.