Biographie
Henri Troyat (geb. Lev Aslanovich Tarasov; 1. November [O.S. 19. Oktober] 1911 – 2. März 2007) war ein in Russland geborener französischer Autor, Biograf, Historiker und Romanautor.
Lev Aslanovich Tarasov (Russisch: Лев Асланович Тарасов, Lev Aslanovich Tarasov) wurde in Moskau als Sohn gemischter Eltern geboren, darunter Armenier, Russen, Deutsche und Georgier. In seiner Autobiografie gibt er an, dass sein Nachname armenisch (Torossian) ist, während seine Großmutter mütterlicherseits Deutsche war und sein Großvater mütterlicherseits gemischter georgischer und armenischer Abstammung war. Seine Familie floh nach Ausbruch der Revolution aus Russland. Nach einem langen Exodus, der sie in den Kaukasus, auf die Krim und später auf dem Seeweg nach Istanbul und dann nach Venedig führte, ließ sich die Familie 1920 schließlich in Paris nieder, wo der junge Troyat eine Schule besuchte und später ein Jurastudium abschloss. Die bewegenden und tragischen Ereignisse dieser Flucht durch halb Europa werden von Troyat in „Tant que la terre durera“ anschaulich erzählt.
Troyat erhielt seinen ersten Literaturpreis, Le prix du roman populaire, im Alter von vierundzwanzig Jahren, und mit siebenundzwanzig wurde ihm der Prix Goncourt verliehen. Er veröffentlichte mehr als 100 Bücher, Romane und Biografien, darunter die von Anton Tschechow, Katharina der Großen, Rasputin, Fjodor Dostojewski, Iwan dem Schrecklichen und Leo Tolstoi. Troyats bekanntestes Werk ist La neige en deuil, das 1956 unter dem Titel The Mountain als englischsprachiger Film adaptiert wurde.
Troyat wurde 1959 zum Mitglied der Académie française gewählt. Zum Zeitpunkt seines Todes war er das dienstälteste Mitglied.
Troyats erste Ehe brachte einen Sohn hervor, bevor sie geschieden wurde. Später heiratete er eine Witwe mit einer kleinen Tochter, die er wie seine eigene erzog. Er starb am 4. März 2007 in Paris.
Quelle: Artikel „Henri Troyat“ aus Wikipedia auf Englisch, lizenziert unter CC-BY-SA 3.0.