Biographie
Man könnte den Schauspieler Van Williams genau zwischen die anderen großen, dunklen und schlaffen, hinreißenden Herzensbrecher Tom Tryon und John Gavin aus den späten 1950er/frühen 1960er Jahren einreihen, die ein ähnlich langweiliges, heroisches Image vermittelten. Allen dreien wurden allzu oft farblose Helden für die Rolle in Film und/oder Fernsehen zugewiesen – Rollen, die zwar ihren Charme unter Beweis stellten, ihr Talent aber selten auf die Probe stellten.
Er wurde am 27. Februar 1934 als Van Zandt Jarvis Williams als Sohn eines Viehzüchters geboren. Er studierte Tierhaltung und Betriebswirtschaft an der Texas Christian University, zog dann aber nach Hawaii, was den Verlauf seines Lebens veränderte. Während er Mitte der 1950er Jahre ein Bergungsunternehmen und eine Tauchschule betrieb, wurde er von Elizabeth Taylor und ihrem Ehemann/Produzenten Mike Todd angesprochen, die dort drehten. Von Todd ermutigt, sein Glück zu versuchen, kam Van ohne Erfahrung nach Hollywood. Todd kam bei einem Flugzeugabsturz ums Leben, bevor er Van helfen konnte, aber der junge Hoffnungsträger wagte es trotzdem weiter, nahm Schauspiel-/Gesangsunterricht und wurde fast sofort für dramatische Fernsehrollen besetzt.
Warner Brothers hatte ein scharfes Auge für diese Art von fotogenem Adonis und einen elegant signierten Van. Er passte perfekt dazu und zeigte bald, wie unwiderstehlich er als klarer Privatdetektiv in der Serie „Bourbon Street Beat (1959)“ war. Obwohl die Show nur eine Staffel dauerte, trug Warners seine Kenny Madison-Figur in das populärere Abenteuerdrama Surfside 6 (1960) an der Seite des pin-up-blonden Beefcake-Kollegen Troy Donahue. In der Serie versuchte sich Van als nächstes an der Seite von „Walter Brennan in The Tycoon (1964)“ an der Komödie. Nachdem sein Vertrag bei Warners ausgelaufen war, übertrug ihm 20th Century-Fox seine bekannteste Rolle, die des smaragdgrünen Superhelden „The Green Hornet“ (1966) mit dem verstorbenen Bruce Lee als Partner Kato. Die vom großen Kulthit „Batman (1966)“ inspirierte Serie hatte einen schnellen Start, fand aber wie ihr Vorgänger ein ebenso unzeitgemäßes Ende.
Van, der in Filmen nie besonders beliebt war, offenbarte bei seinem Debüt in „Tall Story“ (1960) im wahrsten Sinne des Wortes einiges von sich selbst, als er aus der Dusche kam. In „The Caretakers“ (1963) erhielt er die typisch biedere zweite Hauptrolle. Bis weit in die 1970er Jahre hinein war er sporadisch in der TV-Szene in Klassikern wie „The Dick Van Dyke Show (1961)“, „Love, American Style (1969)“, „Mission: Impossible (1966)“ und „The Big Valley“ zu Gast. 1965), „Nanny and the Professor (1970)“, „Barnaby Jones (1973)“ und „The Rockford Files (1974)“. Ein weiterer Serienversuch mit „Westwind (1975)“ scheiterte und er gab seine Karriere bald auf. Zu seinen Unternehmungen zählten die Bereiche Telekommunikation, Immobilien und Strafverfolgungsbedarf. Da seine glänzenden, hübschen Jahre weit hinter ihm liegen, hatte er nicht das Bedürfnis, zurückzublicken, außer für eine gelegentliche Autogrammstunde.
- IMDb-Minibiografie von: Gary Brumburgh / gr-home@pacbell.net