Biographie
Sie wurde in Santiago de Chile geboren und arbeitete im La Moneda Palace mit Salvador Allende. Nach dem Tod ihres Partners Miguel Enriquez durch das Militär wurde die schwangere und verletzte Carmen Castillo aus Chile ausgewiesen und kam als politischer Flüchtling nach Frankreich.
Sie hat zahlreiche Dokumentarfilme für das Fernsehen gedreht, insbesondere für die französischen Sender TF1 und FR3 sowie für die deutsch-französische Arte. Der erste war Los muros de Santiago (1983), dem Estado de guerra: Nicaragua (1984) folgte. „La Flaca Alejandra“ (1993) gewann neben anderen Auszeichnungen in Genf, Monte Carlo, San Francisco und New York die Goldene FIPA in Cannes.
Anschließend inszenierte sie La verdadera leyenda del Subcomandante Marcos (1995), Inca de oro (1996), El bolero, una educación amorosa (1999), Erster Preis beim Annecy Festival, Viaje con la cumbia por Colombia (2000), María Félix, la inalcanzable (2000), El Camino del Inca (2001), El astronomo y el indio (2002), Erster Preis beim Pariser Wissenschaftsfilmfestival, José Saramago, el tiempo de una memoria (2003), Mísia, la voz del fado (2003) und El país de mi padre (2004), Fidocs mit dem zweiten Preis in Santiago de Chile.
Zwischen 1994 und 1999 führte er außerdem Regie bei der Spielfilmreihe für Arte Tierras extranjeras.
Carmen Castillos neustes Werk ist Calle Santa Fé (2007), das in Cannes‘ Un Certain Regard präsentiert wurde und beim diesjährigen San Sebastian Film Festival in der Sektion Zabaltegi gezeigt wird. Sie hat auch die Drehbücher für „Inca de oro“ und „Color Habana“ geschrieben, die bereits fertiggestellt sind, sowie die Drehbücher für „Hasta luego“ und „La montaña azul“, die sich in der Vorproduktion befinden.
Carmen Castillo hat außerdem mehrere Bücher veröffentlicht, darunter Un día de octubre en Santiago (1980), Ligne de fuite (1987) und Santiago/Paris, el vuelo de la memoria (2000), zusammen mit Mónica Echeverría.
4 Gewinnt Und 1 Nominierungen