Biographie
Dean Riesner (3. November 1918, New Rochelle, New York – 18. August 2002, Encino, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Film- und Fernsehautor.
Riesners Vater, Charles Reisner, war ein deutsch-amerikanischer Stummfilmregisseur, und Dean begann im Alter von fünf Jahren als „Dinky Dean“ in Filmen mitzuspielen. Seine bemerkenswerteste Rolle spielte er 1923 in Charlie Chaplins Film „Der Pilger“. Seine Karriere endete in diesem jungen Alter, weil seine Mutter wollte, dass ihr Sohn eine echte Kindheit hat. Als Erwachsener hatte er seinen ersten Filmjob als Co-Autor des Ronald-Reagan-Films Code of the Secret Service aus dem Jahr 1939.
Riesner gewann einen Oscar für die Regie von „Bill and Coo“ (1948), einem Spielfilm mit einer Besetzung echter, als Menschen verkleideter Vögel, die am kleinsten Filmset der Welt agieren.
In den 1950er und 1960er Jahren arbeitete Riesner hauptsächlich im Fernsehen, unter anderem schrieb er für Rawhide und die „Tourist Attraction“-Folge von The Outer Limits, obwohl er gelegentlich auch an Spielfilmen wie The Helen Morgan Story mitwirkte. 1968 bekam er einen Job als Mitarbeiter für den Actionfilm „Coogan's Bluff“ von Clint Eastwood, was wiederum dazu führte, dass er in den 1970er Jahren mehrere weitere Eastwood-Spielfilme schrieb. Riesner half 1971 beim Verfassen der Drehbücher für zwei Eastwood-Filme: „Play Misty for Me“ und „Dirty Harry“. 1973 lieferte er eine nicht im Abspann aufgeführte Neufassung von „High Plains Drifter“ und 1976 war er einer der Autoren, die „The Enforcer“, den dritten Dirty-Harry-Thriller, verfassten. Im selben Jahr lieferte er das Fernsehspiel für die hochgelobte NBC-Miniserie „Rich Man, Poor Man“ mit Nick Nolte in der Hauptrolle. 1979 schrieb er einen frühen Drehbuchentwurf für „Der Pate III“, doch sein Drehbuch wurde verworfen, als Francis Ford Coppola und Mario Puzo sich schließlich darauf einigten, an einem dritten Teil der Serie zusammenzuarbeiten.
Riesner schrieb bis in die 1980er Jahre weiter, obwohl die meisten seiner Werke aus dieser Zeit nicht im Abspann veröffentlicht wurden. Zu diesen Filmen gehören „Das Boot“, „The Sting II“ und „Starman“.
Riesner starb 2002 eines natürlichen Todes. Er war mit der Schauspielerin Maila Nurmi, besser bekannt als Horror-Hostess Vampira, verheiratet.