Biographie
Robert Bushnell Ryan war ein amerikanischer Schauspieler, der oft hartgesottene Polizisten und skrupellose Bösewichte spielte.
Ryan wurde in Chicago, Illinois, als erstes Kind von Timothy Ryan und seiner Frau Mabel Bushnell Ryan geboren. Er schloss sein Studium 1932 am Dartmouth College ab, nachdem er in allen vier Jahren, in denen er dort war, den Schwergewichts-Boxtitel der Schule innehatte. Nach seinem Abschluss fand der 1,80 m große Ryan eine Anstellung als Heizer auf einem Schiff, als WPA-Arbeiter und als Rancharbeiter in Montana.
Ryan versuchte, als Dramatiker Karriere im Showbusiness zu machen, musste sich jedoch der Schauspielerei zuwenden, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Er studierte Schauspiel in Hollywood und trat Anfang der 1940er Jahre auf der Bühne und in kleinen Filmrollen auf.
Nachdem er sich im Januar 1944 eine Vertragsgarantie von RKO Radio Pictures gesichert hatte, meldete sich Ryan beim United States Marine Corps und diente als Ausbilder im Camp Pendleton in San Diego, Kalifornien. In Camp Pendleton freundete er sich mit dem Schriftsteller und zukünftigen Regisseur Richard Brooks an, dessen Roman „The Brick Foxhole“ er sehr bewunderte. Er begann auch zu malen.
Ryans bahnbrechende Filmrolle war die eines antisemitischen Killers in Crossfire (1947), einem Film Noir, der auf Brooks‘ Roman basiert. Die Rolle brachte Ryan seine einzige Karriere-Oscar-Nominierung ein, als Bester Nebendarsteller. Von da an konzentrierte sich Ryan auf zärtliche Rollen, die insbesondere in den Filmen von Regisseuren wie Nicholas Ray, Robert Wise und Sam Fuller zum Ausdruck kamen. In Rays On Dangerous Ground (1951) porträtierte er einen ausgebrannten Stadtpolizisten, der bei der Aufklärung eines Mordes auf dem Land Erlösung findet. In Wises The Set-Up (1949) spielte er einen Over-the-Hill-Boxer, der brutal bestraft wird, weil er sich weigert, einen Sprung zu machen. Weitere wichtige Filme waren Anthony Manns Western „The Naked Spur“, Sam Fullers aufrüttelnder japanischer Gangland-Thriller „House of Bamboo“, „Bad Day at Black Rock“ und der sozialbewusste Raubfilm „Odds Against Tomorrow“. Er trat auch in mehreren All-Star-Kriegsfilmen auf, darunter The Longest Day (1962), Battle of the Bulge (1965) und The Dirty Dozen. Er spielte auch Johannes den Täufer in MGMs Technicolor-Epos King of Kings (1961) und war der Bösewicht Claggart in Peter Ustinovs Adaption von Billy Budd (1962).
Auch in seinen späteren Jahren spielte Ryan weiterhin bedeutende Rollen in großen Filmen. Am bemerkenswertesten waren „Das schmutzige Dutzend“, „Die Profis“ (1966) und Sam Peckinpahs äußerst einflussreicher brutaler Western „The Wild Bunch“ (1969).
Ryan trat mehrmals auf der Broadway-Bühne auf. Zu seinen dortigen Auftritten zählen „Clash by Night“, „Mr. President“ und „The Front Page“, die Komödie über Zeitungsleute.
Er trat in zahlreichen Fernsehserien als Gaststar auf, unter anderem in der Rolle des Franklin Hoppy-Hopp in der Folge „Who Chopped Down the Cherry Tree?“ von 1964. im NBC-Medizindrama über Psychiatrie, The Eleventh Hour. Ebenso hatte er eine Gastrolle als Lloyd Osment in der Episode „Better Than a Dead Lion“ der ABC-Psychiatrieserie „Breaking Point“ aus dem Jahr 1964. Im Jahr 1964 trat Ryan zusammen mit Warren Oates in der Folge „No Comment“ von CBSs kurzlebigem Zeitungsdrama „The Reporter“ auf, in der Harry Guardino in der Titelrolle des Journalisten Danny Taylor spielte. Ryan trat fünfmal (1956–1959) in der CBS-Serie „Dick Powell's Zane Gray Theatre“ und zweimal (1959 und 1961) im Zane Gray-Spin-off „Frontier Justice“ auf. Er trat dreimal (1962–1964) im westlichen Wagon Train auf.
3 Gewinnt Und 2 Nominierungen