Biographie
Patty Andrews wurde am 16. Februar 1918 in Mound, Minnesota, als Tochter von Peter Andreos (der bei seiner Ankunft in den USA in „Andrews“ geändert wurde) und Olga Sollie geboren. Ihr richtiger Name war Patricia Marie. Ihr Vater war ein griechisch-katholischer Einwanderer und ihre Mutter eine Lutheranerin aus Norwegen, die das Pure Food Café betrieb, ein griechisches Café in Minneapolis, das sich neben dem Orpheum Theatre befand. Ihre Schwestern waren Lavern Sophie, geboren am 6. Juli 1911, gestorben 1967 (Krebs); Maxene Angelyn wurde am 3. Januar 1916 geboren und starb im Oktober 1995 an einem Herzinfarkt während eines Urlaubs in Cape Cod, Massachusetts. Peter Andrews hielt es nicht für ehrenhaft, seine Töchter im Showbusiness zu haben und beschloss, dass sie wieder zur Schule gehen und Sekretärinnen werden sollten. Maxine war erst vier Jahre alt, als sie zum ersten Mal in Minneapolis in ihrer ersten Radiosendung auftrat. Als sie sechs Jahre alt war, trat sie in Veteranenkrankenhäusern, für den Bürgermeister von Minneapolis und bei Mittagessen der Daughters of American Revolution auf. Laverne gründete das Schwesterntrio und sie traten in Kinderrevuen bei lokalen Radiosendern und im Orpheum in ihrer Heimatstadt Minneapolis auf. Dort wurden sie von Larry Rich entdeckt, der ihnen einen Job bei seiner Wanderrevue anbot. Patty war damals erst zehn Jahre alt. Sie begannen ihre Karriere in New York City mit dem Orchester von Jack Belasco und später mit Ted Mack, der die Vaudeville-Szene betrat. Im Jahr 1937 wurden sie vom Aufnahmeleiter Dave Kapp gehört und es begann eine lange Zusammenarbeit mit ihnen mit einer Reihe von Hits. 1953 löste sich die Gruppe auf, als Laverne nach New York ging, um Theaterwissenschaften zu studieren. Laverne machte Karriere als Hausfrau und Patti blieb als Single im Showgeschäft, nachdem ihre Hoffnungen und Ambitionen miteinander kollidierten. 1956 fanden sie sich neu zusammen und sangen in Las Vegas im Flamingo Hotel, begleitet von zahlreichen Fernsehangeboten und einem neuen Capitol-Plattenvertrag. Ihr erster großer Hit war „Bei Mir Bist Du Schon“, der im nationalsozialistischen Deutschland sehr beliebt war, bis man entdeckte, dass die Liedermacher einer jüdischen Rasse angehörten. Weitere Top-Hits waren „Don't Fence Me In“, „Apple Blossom Time“, „Rum and Coca Cola“ und „I Can Dream, Can't I?“ aus dem Jahr 1937.