Biographie
Bennett Lester Carter (8. August 1907 – 12. Juli 2003) war ein US-amerikanischer Jazz-Saxophonist, Klarinettist, Trompeter, Komponist, Arrangeur und Bandleader. Zusammen mit Johnny Hodges war er ein Pionier auf dem Altsaxophon. Seit Beginn seiner Karriere in den 1920er Jahren arbeitete er als Arrangeur und schrieb unter anderem Charts für Fletcher Hendersons Big Band, die den Swing-Stil prägten. Er hatte eine ungewöhnlich lange Karriere, die bis in die 1990er Jahre dauerte. In den 1980er und 1990er Jahren wurde er für acht Grammy Awards nominiert, darunter auch für den Lifetime Achievement Award.
Carter wurde 1907 in New York City geboren. Er erhielt Klavierunterricht von seiner Mutter und anderen in der Nachbarschaft. Er spielte Trompete und experimentierte kurz mit C-Melodie-Saxophon, bevor er sich für das Altsaxophon entschied. In den 1920er Jahren trat er mit June Clark, Billy Paige und Earl Hines auf und tourte dann als Mitglied der Wilberforce Collegians unter der Leitung von Horace Henderson. Zum ersten Mal wurde er 1927 als Mitglied der Paradise Ten unter der Leitung von Charlie Johnson urkundlich erwähnt. Er kehrte zu den Collegians zurück und wurde bis 1929 deren Bandleader, unter anderem bei einem Auftritt im Savoy Ballroom in New York City.
In seinen frühen 1920er Jahren arbeitete Carter als Arrangeur für Fletcher Henderson, nachdem Don Redman diese Position geräumt hatte. Er hatte keine formelle Ausbildung im Arrangieren, lernte durch Ausprobieren, ging auf die Knie und schaute sich die vorhandenen Charts an, „zuerst die Leadtrompete und zuerst das Leadsaxophon zu schreiben – was natürlich der harte Weg ist. Es war ziemlich.“ Irgendwann habe ich das gemacht, bevor ich wusste, was eine Partitur ist.
Er verließ Henderson, um Redmans früheren Job als Leiter von McKinney's Cotton Pickers in Detroit zu übernehmen. 1932 gründete er in New York City eine Band, zu der Chu Berry, Sid Catlett, Cozy Cole, Bill Coleman, Ben Webster, Dicky Wells und Teddy Wilson gehörten. Carters Arrangements waren komplex. Zu den bedeutendsten gehörten „Keep a Song in Your Soul“, das 1930 für Henderson geschrieben wurde, sowie „Lonesome Nights“ und „Symphony in Riffs“ aus dem Jahr 1933, die beide Carters Kompositionen für Saxophone zeigen.
In den frühen 1930er Jahren galten Carter und Johnny Hodges als die führenden Altsaxophonisten. Carter wurde auch ein führender Trompetensolist, nachdem er das Instrument wiederentdeckt hatte. In den 1930er Jahren nahm er zahlreiche Aufnahmen mit der Trompete auf. Carters kurzlebiges Orchester spielte im Harlem Club in New York, nahm aber nur eine Handvoll Platten für Columbia, OKeh und Vocalion auf. Die OKeh-Seiten wurden unter dem Namen The Chocolate Dandies herausgegeben.
Im Jahr 1933 nahm Carter an Sessions mit dem britischen Komponisten/Musiker Spike Hughes teil, der New York City besuchte, um Aufnahmen mit prominenten afroamerikanischen Musikern zu organisieren. Diese 14 Seiten plus vier von Carters Big Band, die damals den Titel Spike Hughes and His Negro Orchestra trugen, wurden zunächst nur in England herausgegeben. Die Musiker stammten aus Carters Band und umfassten Red Allen, Dicky Wells, Wayman Carver, Coleman Hawkins, J. C. Higginbotham und Chu Berry. ...
Quelle: Artikel „Benny Carter“ aus Wikipedia auf Englisch, lizenziert unter CC-BY-SA 3.0.
5 Gewinnt Und 7 Nominierungen