Biographie
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William Lawrence Boyd (5. Juni 1895 – 12. September 1972) war ein US-amerikanischer Filmschauspieler, der vor allem für die Darstellung des Cowboy-Helden Hopalong Cassidy bekannt ist. Boyd wurde in Hendrysburg, Ohio, geboren und wuchs in Cambridge, Ohio und Tulsa, Oklahoma auf. Er war der Sohn eines Tagelöhners, Charles William Boyd, und seiner Frau, der ehemaligen Lida Wilkens (alias Lyda). Nach dem Tod seines Vaters zog er nach Kalifornien und arbeitete als Orangenpflücker, Gutachter, Werkzeugschneider und Autoverkäufer.
In Hollywood fand er Arbeit als Statist in Why Change Your Wife? und andere Filme. Während des Ersten Weltkriegs trat er in die Armee ein, wurde aber wegen „Herzensschwäche“ vom Militärdienst befreit. Es folgten weitere prominente Filmrollen, darunter seine Durchbruchrolle als Jack Moreland in Cecil B. DeMilles „The Road to Yesterday“ (1925), in der auch Joseph Schildkraut, Jetta Goudal und Vera Reynolds mitwirkten. Boyds Leistung im Film wurde von Kritikern gelobt, während die Kinobesucher gleichermaßen von seinem lockeren Charme, seinem Charisma und seinem überaus guten Aussehen beeindruckt waren. Aufgrund Boyds wachsender Beliebtheit besetzte DeMille ihn bald als Hauptdarsteller in dem hochgelobten Stummfilm „The Volga Boatman“. Boyds Rolle als Feodor hat die Kritiker umgehauen, und da Boyd nun fest als Matinee-Idol und romantischer Hauptdarsteller etabliert ist, verdient er ein Jahresgehalt von 100.000 US-Dollar. Er spielte in DeMilles Extravaganz „Der König der Könige“ (in der er Simon von Zyrene spielte und Jesus beim Tragen des Kreuzes half) und DeMilles „Skyscraper“ (1928). Anschließend erschien er in D.W. Griffiths Lady of the Pavements (1929).
Radio Pictures beendete Boyds Vertrag im Jahr 1931, als sein Bild fälschlicherweise in einem Zeitungsbericht über die Verhaftung eines anderen Schauspielers, William „Stage“ Boyd, wegen Glücksspiel- und Alkoholvorwürfen erschien. Obwohl sich die Zeitung entschuldigte und den Fehler in der Folgezeitung erklärte, sagte Boyd: „Der Schaden war bereits angerichtet.“ William „Stage“ Boyd starb 1935, im selben Jahr, in dem William L. Boyd Hopalong Cassidy wurde, die Rolle, die ihm dauerhaften Ruhm verschaffte. Doch damals im Jahr 1931 war Boyd praktisch pleite und arbeitslos, und einige Jahre lang wurde er in Filmen als „Bill Boyd“ bezeichnet, um zu verhindern, dass er mit dem anderen William Boyd verwechselt wurde.