Biographie
Paul Bonifas (3. Juni 1902 – 9. November 1975) war ein in Paris geborener französischer Schauspieler.
In den 1920er Jahren arbeitete Bonifas für den französischen Zoll und nahm in seiner Freizeit Schauspielunterricht am Conservatoire de Paris. Er schloss sein Studium mit dem ersten Preis für Komödie ab, der ihm 1933 den Eintritt ins Odéon-Theater und 1938 in die Comédie-Française ermöglichte.
Seinen ersten Filmauftritt hatte er 1935 in einer Version von Dostojewskis „Schuld und Sühne“ unter der Regie von Pierre Chenal.
Im Zweiten Weltkrieg diente er als Leutnant der Artillerie, wurde schwer verwundet und mit seiner Einheit aus Dünkirchen evakuiert. In London schloss er sich den Freien Franzosen an und arbeitete für Radio Londres, das Sendungen ins besetzte Frankreich sendete.
1942 trat er in dem Film The Foreman Went to France auf.
1943 gründete er „The Molière Players“, die ein Repertoire hauptsächlich von Molière-Werken in Londoner Theatern sowie in regionalen Städten und in Kasernen der französischen Armee aufführte. Er kam 1943 und 1944 mit dem Théâtre Molierè ans Comedy Theatre in London und trat in L'Anglais Tel Qu'on Le Parle, Le Malade Imaginaire, Gringoire, Le Misanthrope et L'Auvergnat, Les Femmes Savantes, Le Paquebot Tenacity, La Testament Du Pere Leleu und L'Extra auf. Zu seiner Kompanie gehörten Andre Frere, Georges Rex, Suzette Marquis, Elma Soiron und Paul Clarus.
1944 erschien „The Molière Players“ in dem Kurzfilm Aventure malgache unter der Regie von Alfred Hitchcock. Dies wurde von Jules Francois Clermont geschrieben und basiert auf den Erfahrungen von Jules Francois Clermont, einem Schauspieler in Bonifas‘ Truppe, der unter dem Namen Paul Clarus arbeitete und in Madagaskar einen illegalen Radiosender Madagascar Libre betrieben hatte, während die Insel unter Vichy-Kontrolle stand.
Bonifas trat dann in einer Reihe anderer britischer Filme auf, darunter „Two Fathers with Bernard Miles“ unter der Regie von Anthony Asquith, und hatte kleinere Rollen in den Musicals „Heaven Is Round the Corner“ und „Champagne Charlie“, dem Action-Abenteuerfilm „The Man from Morocco“, der Komödie „Johnny Frenchman“ und dem Horrorfilm „Dead of Night“.
Bonifas kehrte 1946 nach Frankreich zurück und nahm seine Theaterkarriere wieder auf, wobei er sich auf Komödien spezialisierte, aber auch dramatische Rollen übernahm.
Zu seiner späteren Filmkarriere gehörten Auftritte in Trapeze (1956), Der Glöckner von Notre Dame (1956), Fanny (1961), Charade (1963), Greed in the Sun (1964), The Train (1964), Is Paris Burning? (1966), Triple Cross (1966) und Die Rückkehr des großen blonden Mannes mit einem schwarzen Schuh (1974).
Bonifas starb am 9. November 1975 in Vernouillet, Yvelines, Frankreich.
Quelle: Artikel „Paul Bonifas“ aus Wikipedia auf Englisch, lizenziert unter CC-BY-SA.