Biographie
Frank D. Williams (21. März 1893 – 15. Oktober 1961) war ein wegweisender Kameramann, der in den Anfängen der Filmindustrie aktiv war. Er entwickelte und patentierte den Traveling Matte Shot.
Frank D. Williams wurde am 21. März 1893 als Frank Douglas Williams als Sohn von James und Lucinda Williams in der kleinen Gemeinde Nashville, Missouri, geboren.
Im Jahr 1912 wurde Williams Kameramann bei den Keystone Studios. Dort war er 1914 der Fotograf für viele von Charlie Chaplins Erstsemesterbildern, darunter „Kid Auto Races at Venice“, den ersten veröffentlichten Film, in dem „The Tramp“ auftrat. Williams wird zugeschrieben, dass er in „Kid Auto Races at Venice“ als Kameramann auftrat, sein Auftritt ist jedoch fraglich. Eine Zeit lang war er Chefkameramann bei Keystone, und eine große Anzahl der Filme des Studios aus dem Jahr 1914 wird ihm als Fotograf zugeschrieben. Er verließ das Unternehmen, um für die kurzlebige Firma Sterling Motion Pictures zu arbeiten, kehrte aber nach der Schließung von Sterling im Jahr 1915 nach Keystone zurück. Außerdem arbeitete er als Kameramann für Henry Lehrmans L-Ko Kompany, Reliance-Majestic Studios und Bluebird Photoplays.
Als Roscoe Arbuckle 1917 eine neue Filmfirma, Comique, gründete, engagierte er Williams als seinen Kameramann. Bei Comique drehte Williams auch Buster Keatons ersten Filmauftritt, The Butcher Boy (1917). Auch seine Amtszeit dort war kurz; Er drehte drei Filme für Arbuckle (Butcher Boy, A Reckless Romeo und The Rough House), bevor er sich auf den Weg machte, um sein eigenes Labor zu eröffnen. Sein Geschäft kam nicht so schnell in Gang und er ergänzte sein Einkommen, indem er weiterhin als Kameramann arbeitete. Er war Kameramann bei Sessue Hayakawas Haworth Pictures Corporation und ihm werden 15 Bilder zugeschrieben, die zwischen 1919 und 1921 in diesem Studio entstanden.
Während er als Kameramann in verschiedenen Studios arbeitete, arbeitete Williams an seiner Idee für eine Reisemaske, in der die Aktionen von Schauspielern mit einem gefilmten, bewegten Hintergrund kombiniert werden sollten. Die verfügbare Technologie verhinderte, dass er den gewünschten Effekt erzielen konnte, bis er selbst einen Drucker nach seinen eigenen Spezifikationen baute. Er meldete im Mai 1916 ein Patent an, das im Juli 1918 erteilt wurde. Das Verfahren wurde erstmals 1922 in einem Kinofilm in „Wilder Honig“ eingesetzt.
Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie