Biographie
Claude Bolling (10. April 1930 – 29. Dezember 2020) war ein französischer Jazzpianist, Komponist, Arrangeur und Gelegenheitsschauspieler.
Er wurde in Cannes, Frankreich, geboren und studierte am Konservatorium von Nizza und anschließend in Paris. Als Wunderkind spielte er im Alter von 14 Jahren professionell Jazzklavier mit Lionel Hampton, Roy Eldridge und Kenny Clarke. Bollings Bücher über Jazztechnik zeigen, dass er sich nicht weit über den Bebop hinaus mit viel Avantgarde-Jazz befasste. Er war ein wichtiger Teil des traditionellen Jazz-Revivals in den späten 1960er Jahren und freundete sich mit Oscar Peterson an.
Er schrieb Musik für über hundert Filme, darunter einen Dokumentarfilm über die Filmfestspiele von Cannes aus dem Jahr 1957 und Filme wie The Hands of Orlac (1960), World in My Pocket (1961), Me and the Forty Year Old Man (1965), Atlantic Wall (1970), Borsalino (1970), To Catch a Spy (1971), Le Magnifique (1973), Enuff Is Enuff (J'ai mon voyage!), Borsalino & Co. (1974), Flic Story (1975), The Passengers (1977), Silver Bears (1978), California Suite (1978), Jigsaw (L'Homme en colère) (1979), The Awakening (1980), Willie & Phil (1980), Three Men to Kill (1980), The Bay Boy (1984), He Died with His Eyes Open (1985), Try This One for Size (1989) und Chance or Coincidence (1998).
Bolling war auch für eine Reihe von „Crossover“-Kollaborationen mit klassischen Musikern bekannt. Seine Suite für Flöte und Jazz-Klaviertrio mit Jean-Pierre Rampal, eine Mischung aus barocker Eleganz und modernem Swing, ist seit vielen Jahren ein Verkaufsschlager, dem weitere Werke in dieser Richtung folgten. Besonders beliebt war es in den Vereinigten Staaten, wo es nach seiner Veröffentlichung zwei Jahre lang an der Spitze der Hitparade und 530 Wochen lang, also etwa zehn Jahre, in den Billboard Top 40 stand.
Nach seiner Arbeit mit Rampal arbeitete Bolling mit vielen anderen Musikern verschiedener Genres zusammen, darunter dem Gitarristen Alexandre Lagoya, dem Geiger Pinchas Zukerman, dem Trompeter Maurice André und dem Cellisten Yo-Yo Ma. Er arbeitete auch mit vielen anderen zusammen und würdigte sie, darunter Lionel Hampton, Duke Ellington, Stéphane Grappelli, Django Reinhardt und Oscar Peterson.
Bolling war auch als Komponist der Lucky Luke-Animationsfilme Daisy Town (1971) und La Ballade des Dalton (1978) bekannt.
Quelle: Artikel „Claude Bolling“ aus Wikipedia auf Englisch, lizenziert unter CC-BY-SA.
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