Biographie
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Herbert P. Stothart (11. September 1885 – 1. Februar 1949) war ein US-amerikanischer Songwriter, Arrangeur, Dirigent und Komponist. Er wurde außerdem für zwölf Oscars nominiert und gewann den Preis für die beste Originalmusik für „Der Zauberer von Oz“. Stothart galt in den 1930er und 1940er Jahren weithin als Mitglied der Spitzengruppe der Hollywood-Komponisten.
Leben und Karriere
Herbert Stothart wurde in Milwaukee, Wisconsin, geboren. Er studierte Musik in Europa und an der University of Wisconsin–Madison, wo er später lehrte.
Stothart wurde zunächst vom Produzenten Arthur Hammerstein als musikalischer Leiter für Tourneen von Broadway-Shows engagiert und schrieb bald Musik für den Neffen des Produzenten, Oscar Hammerstein II. Er komponierte Musik für die berühmte Operette Rose-Marie. Stothart schloss sich bald vielen berühmten Komponisten an, darunter Vincent Youmans, George Gershwin und Franz Lehár. Mit Standards wie „Cute Little Two by Four“, „Wildflower“, „Bambalina“, „The Mounties“, „Totem Tom-Tom“, „Why Shouldn't We?“ und „Fly Away“ erreichte Stothart Erfolge in den Pop-Charts. , „Song of the Flame“, „The Cossack Love Song“, „Dawn“, „I Wanna Be Loved by You“, „Cuban Love Song“, „The Rogue Song“ und „The Donkey Serenade“.
Das Jahr 1929 markierte das Ende der Ära des Stummfilms. Kurz nach der Fertigstellung seines neuesten Musicals „Golden Dawn“ mit Oscar Hammerstein erhielt Stothart eine Einladung von Louis B. Mayer, nach Hollywood zu ziehen, die er annahm. Im Jahr 1929 erhielt Stothart einen großen MGM-Vertrag.
Die nächsten zwanzig Jahre seines Lebens verbrachte er in den MGM Studios, wo er zur Elitegruppe der Hollywood-Komponisten gehörte. Zu den vielen Filmen, an denen er arbeitete, gehörte die berühmte Version von Rose-Marie aus dem Jahr 1936 mit Jeanette MacDonald und Nelson Eddy. Er dirigierte und schrieb Lieder und Partituren für die Filme The Cuban Love Song, The Good Earth, Romeo und Julia, Mutiny on the Bounty, Mrs. Miniver, The Green Years und The Picture of Dorian Gray. Zu seinen Werken gehörten „Die Nacht der Marx-Brüder in der Oper“, das romantische Drama „Anna Karenina“ von Leo Tolstoi, zwei Dramen von Charles Dickens („Eine Geschichte aus zwei Städten“ und „David Copperfield“) und „Meuterei auf der Bounty“, was ihm seine erste Oscar-Nominierung einbrachte. Für seine Musik zum Film „Der Zauberer von Oz“ aus dem Jahr 1939 gewann er einen Oscar.
Herbert Stothart verbrachte seine gesamte Hollywood-Karriere bei MGM. 1947 erlitt er bei einem Besuch in Schottland einen Herzinfarkt und komponierte anschließend ein Orchesterstück (Heart Attack: A Symphonic Poem), das auf seinen Leiden basierte. Er arbeitete an einem anderen (Voices of Liberation), einem von Roger Wagner in Auftrag gegebenen Choral, als er zwei Jahre später im Alter von 63 Jahren starb.