Biographie
Alain Boublil (* 5. März 1941) ist ein französischer Musiktheatertexter und Librettist, der vor allem für seine Zusammenarbeit mit dem Komponisten Claude-Michel Schönberg für Musicals am Broadway und im Londoner West End bekannt ist. Dazu gehören La Révolution Française (1973), Les Misérables (1980), Miss Saigon (1989), Martin Guerre (1996), The Pirate Queen (2006) und Marguerite (2008).
Boublil wurde in Tunesien als Sohn einer sephardischen jüdischen Familie geboren. Boublils erstes Musical, La Révolution Française, war die erste jemals aufgeführte französische Rockoper. Es wurde 1973 von Boublil konzipiert, nachdem er die Premiere von Jesus Christ Superstar in New York gesehen hatte. Der Komponist war Claude-Michel Schönberg, mit dem Boublil seitdem an einer Reihe erfolgreicher Projekte zusammengearbeitet hat, darunter Les Misérables und Miss Saigon. Les Misérables wurde erstmals 1980 in Paris eröffnet.
Am 8. Oktober 1985 wurde eine englischsprachige Produktion von Les Misérables, produziert von Cameron Mackintosh und unter der Regie von Trevor Nunn und John Caird, in London im Barbican Theatre der Royal Shakespeare Company uraufgeführt. Die Show wurde am 4. Dezember 1985 in das West End's Palace Theatre übertragen. Es ist das am längsten laufende Musical in der Geschichte des West End.
Produktionen, die auf der Nunn/Mackintosh-Inszenierung von „Les Misérables“ basieren, wurden auf der ganzen Welt aufgeführt, darunter eine zweite französische Produktion, die 1991 in Paris uraufgeführt wurde. Weltweit wurde „Les Misérables“ von über 50 Millionen Menschen gesehen, mit einem Gesamteinspielergebnis von über 1,8 Milliarden US-Dollar.
Miss Saigon wurde am 20. September 1989 in London eröffnet, wo es zehn Jahre lang erfolgreich im Drury Lane Theatre aufgeführt wurde. Es brachte zwei US-Tourneeunternehmen hervor, eine Produktion in Toronto und wurde von mehr als 13,2 Millionen Menschen in Nordamerika für einen Bruttogewinn von 612 Millionen US-Dollar gesehen.
Mit Javier Arroyuelo und Rafael Lopez Sanchez arbeitete Boublil an der französischen Übersetzung von The Rocky Horror Show für die französische Erstaufführung im Jahr 1975.
Alain und Daniel Boublil schufen 1983 für das französische Fernsehen Abbacadabra, ein französisches Kindermusical, das auf Liedern der Popgruppe ABBA basiert.
Martin Guerre erreichte 1996 das West End und gewann 1997 den Olivier Award für das beste Musical. Es folgten Produktionen auf Tournee in Großbritannien, den USA und Europa, doch die Show konnte den Erfolg ihrer beiden Vorgänger nicht wiederholen.
Boublil hat auch das Theaterstück Le Journal d'Adam et Eve geschrieben, das auf zwei Kurzgeschichten von Mark Twain basiert. Die Premiere fand 1994 in Paris im Le Petit Montparnasse statt.
Zusammen mit dem Komponisten Michel Legrand arbeitete er an der Bühnenadaption von Jacques Demys Les Demoiselles de Rochefort, die 2003 im Le Palais des Congrès uraufgeführt wurde.
Boublils und Schönbergs „The Pirate Queen“ – ein Musical über die irische Piratin, Häuptlingin und Abenteurerin Grace O’Malley aus dem 16. Jahrhundert – wurde im Herbst 2006 im Cadillac Palace Theatre in Chicago uraufgeführt. Anschließend zog es an den Broadway, wo es 2007 endete. In dem Musical spielte Stephanie die Hauptrolle J. Block als Grace und Hadley Fraser als Tiernan. ...
Quelle: Artikel „Alain Boublil“ aus Wikipedia auf Englisch, lizenziert unter CC-BY-SA 3.0.
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