Biographie
Thomas Alan Waits (* 7. Dezember 1949) ist ein US-amerikanischer Musiker, Komponist, Songwriter und Schauspieler. Seine Texte konzentrieren sich oft auf die Schattenseiten der Gesellschaft und werden mit seiner typischen tiefen, rauen Stimme vorgetragen. In den 1970er Jahren arbeitete er hauptsächlich im Jazz, aber seine Musik spiegelt seit den 1980er Jahren einen größeren Einfluss von Blues, Rock, Varieté und experimentellen Genres wider.
Waits wurde in einer bürgerlichen Familie in Whittier, Kalifornien, geboren und wuchs dort auf. Inspiriert durch die Arbeit von Bob Dylan und der Beat-Generation begann er als kleiner Junge in der Volksmusikszene von San Diego zu singen. 1972 zog er nach Los Angeles, wo er als Songwriter arbeitete, bevor er einen Plattenvertrag bei Asylum Records unterzeichnete. Seine ersten Alben waren das jazzorientierte Closing Time (1973) und The Heart of Saturday Night (1974), die sein lyrisches Interesse an Nachtleben, Armut und Kriminalität widerspiegelten. Er tourte wiederholt durch die USA, Europa und Japan und erlangte mit „Small Change“ (1976), „Blue Valentine“ (1978) und „Heartattack and Vine“ (1980) größere Anerkennung bei den Kritikern und kommerziellen Erfolg. Er produzierte den Soundtrack für Francis Ford Coppolas Film One from the Heart (1981) und hatte anschließend Cameo-Auftritte in mehreren Coppola-Filmen.
1980 heiratete Waits Kathleen Brennan, trennte sich von seinem Manager und seinem Plattenlabel und zog nach New York City. Mit Brennans Ermutigung und häufiger Zusammenarbeit verfolgte er eine experimentellere und vielseitigere Musikästhetik, die von der Arbeit von Harry Partch und Captain Beefheart beeinflusst war. Dies spiegelte sich in einer Reihe von Alben wider, die von Island Records veröffentlicht wurden, darunter Swordfishtrombones (1983), Rain Dogs (1985) und Franks Wild Years (1987). Er trat weiterhin in Filmen auf, insbesondere in Jim Jarmuschs „Down by Law“ (1986), und hatte auch Theaterauftritte. Mit dem Theaterregisseur Robert Wilson produzierte er die Musicals The Black Rider (1990) und Alice (1992), die in Hamburg uraufgeführt wurden. Nach seiner Rückkehr nach Kalifornien in den 1990er Jahren brachten ihm seine Alben „Bone Machine“ (1992), „The Black Rider“ (1993) und „Mule Variations“ (1999) zunehmenden Beifall der Kritiker und mehrere Grammy Awards ein. Ende der 1990er Jahre wechselte er zum Plattenlabel ANTI-, das Blood Money (2002), Alice (2002), Real Gone (2004) und Bad as Me (2011) veröffentlichte.
Trotz des mangelnden kommerziellen Erfolgs im Mainstream hat Waits viele Musiker beeinflusst und eine internationale Kult-Anhängerschaft erlangt, und es wurden mehrere Biografien über ihn geschrieben. Im Jahr 2015 landete er auf Platz 55 der „100 größten Songwriter aller Zeiten“ des Rolling Stone. Er wurde 2011 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.
6 Gewinnt Und 8 Nominierungen