Biographie
Robby Müller (4. April 1940 – 4. Juli 2018) war ein niederländischer Kameramann. Bekannt sowohl für seinen Einsatz von natürlichem Licht und minimalistischer Bildsprache als auch für seinen expressionistischen Einsatz von Farben, erlangte Müller erstmals Anerkennung für seine Beiträge zum westdeutschen Kino durch seine gefeierte Zusammenarbeit mit Wim Wenders.
Müllers erste Arbeit als Kameramann war auch die erste von Wim Wenders als Regisseur, Alabama: 2000 Lichtjahre. Sie drehten noch viele weitere Filme zusammen, darunter „Summer in the City“, „The Goalie’s Anxiety at the Penalty Kick“, „The Scarlet Letter“, „Alice in the Cities“, „Wrong Move“, „Kings of the Road“, „The American Friend“, „Wings of Desire“ und „Until the“. Ende der Welt und Paris, Texas.
Im Laufe seiner Karriere arbeitete er auch eng mit den Regisseuren Jim Jarmusch („Down by Law“, „Mystery Train“, „Dead Man“, „Ghost Dog: The Way of the Samurai“), Lars Von Trier („Breaking the Waves“, „Dancer in the Dark“) und Peter Bogdanovich (Saint Jack, They All Laughed), Barbet Schroeder (Barfly, Tricheurs) und Hans W. Geissendörfer (Jonathan, The Glass Cell, Carlos, The Wild Duck, Der Fall Lena Christ, Die Eltern).
Zu Müllers weiteren Arbeiten gehörten sowohl Mainstream-Produktionen als auch Independent-Filme, darunter die verschwommene, gelbstichige Kinematographie von William Friedkins „To Live and Die in LA“, Alex Cox‘ „Repo Man“, Michael Winterbottoms „24 Hour Party People“, Andrzej Wajdas „Korczak“ und Jerry Schatzbergs „Honeysuckle“. Rose, Peter Handkes „The Left Handed Woman“, Sally Potters „The Tango Lesson“, Dom Rotheroes „My Brother Tom“ und Steve McQueens „Carib’s Leap“.
Paul Thomas Anderson bezeichnete Müller als „den Meister des nächtlichen Äußeren. Wie ein Koch mit einer geheimen Soße. Ich komme nicht ganz dahinter.“ Barry Sonnenfeld erinnert sich, dass das erste, worüber er und die Coen-Brüder sich geeinigt haben, die Kinematographie von Müllers „The American Friend“ war, die die Brüder davon überzeugte, dass Sonnenfeld genug Geschmack hatte, um ihren ersten Film (Blood Simple) zu drehen.
Müller starb am 3. Juli 2018 im Alter von 78 Jahren, nachdem er mehrere Jahre an vaskulärer Demenz gelitten hatte.
14 Gewinnt Und 15 Nominierungen