Biographie
Jorge Lavelli (* 1932 in Buenos Aires) ist ein französischer Theater- und Opernregisseur italienischer Abstammung und argentinischer Herkunft. Lavelli ist der Sohn italienischer Einwanderer in Argentinien und lebt seit den frühen 1960er Jahren in Frankreich. 1977 wurde er französischer Staatsbürger.
1963 inszenierte er das Stück „Die Ehe“ von Witold Gombrowicz und stellte diesen Dramatiker dem französischen Publikum vor. Lavelli inszenierte später Gombrowiczs Yvonne, Prinzessin von Burgund (1965) und Operette (1971).
1967 begann Lavelli eine Zusammenarbeit mit Jean Vilar für die Inszenierung von Goethes Triumph der Empfindsamkeit und Oscar Panizzas The Cathedral of Love (1969; Bühnenbild und Kostüme der surrealistischen Malerin Leonor Fini). Von 1987 bis 1996 war er Leiter des Théâtre de la Colline in Paris.
Lavelli inszenierte Stücke von Calderón, Shakespeare, Corneille, Ramón del Valle-Inclán, García Lorca, Ionesco, Schnitzler, Brecht, Pirandello, Dürrenmatt, Thomas Bernhard, O'Neill, Arthur Miller, Harold Pinter, Peter Handke, Edward Bond und George Tabori, Tschechow, Bulgakow und Mrocze sowie Opern von Bartók, Bizet, Debussy, Gottfried von Einem, Gounod, Janáček, Luigi Nono, Maurice Ohana, Prokofjew, Strawinsky und Heinrich Sutermeister. Als Opernregisseur arbeitete er vor allem für die Pariser Oper, aber auch für die Wiener Staatsoper, die Scala und das Festival Aix-en-Provence.
Lavelli hat Theaterpreise in Frankreich, Spanien und Italien gewonnen. Er wurde 1993 zum Kommandeur des Ordens der Künste und Literatur, 1994 zum Kommandeur des Ordens der Ehrenlegion und 1992 zum Ritter und 2002 zum Offizier des Nationalen Verdienstordens ernannt. Er wurde sieben Mal für den Molière-Preis als bester Regisseur nominiert, gewann jedoch nie.
Quelle: Artikel „Jorge Lavelli“ aus Wikipedia auf Englisch, lizenziert unter CC-BY-SA 3.0.