Biographie
Jean-Pierre Rives (* 31. Dezember 1952) ist ein ehemaliger französischer Rugby-Union-Spieler und bildender Künstler. Laut BBC war er „eine Kultfigur in Frankreich“ und verkörperte den Teamgeist und den „überaus engagierten, mutigen und ruhmreichen Spielstil“. Er gewann 59 Länderspiele für Frankreich – 34 davon als Kapitän – und wurde in die International Rugby Hall of Fame aufgenommen. Nach seinem Rückzug aus dem Sport konzentrierte sich Rives ganz auf seine Kunst. Er ist sowohl Maler als auch Bildhauer und stellt regelmäßig an bedeutenden öffentlichen Orten auf der ganzen Welt aus. Rives wurde von der französischen Regierung mit dem Orden der Ehrenlegion und dem Nationalen Verdienstorden ausgezeichnet.
Jean-Pierre Rives wurde am 31. Dezember 1952 in Saint-Simon, einem Vorort von Toulouse, im Departement Haute-Garonne, Okzitanisch im Südwesten Frankreichs, geboren. Er wuchs mit seinem Bruder Philippe in der Familie von Jo und Lydia Rives auf. Jean-Pierre begann bereits in der Grundschule mit dem Zeichnen und Malen – eine Leidenschaft, die ihn sein ganzes Leben lang begleiten sollte. Sein Vater war Pilot und begeisterter Tennisspieler, und er ermutigte seinen Sohn, der sich schon in jungen Jahren in der Leichtathletik hervorgetan hatte, sich dem Tennis zu widmen, aber Jean-Pierre Rives entschied sich letztendlich für Rugby.
Rives begann 1974 für seinen Heimatverein Rugby zu spielen. Obwohl er mit einer Körpergröße von 178 cm (5 Fuß 10 Zoll) als zu klein galt, um als Flanker zu spielen, bewies er den Zweiflern entschieden das Gegenteil, und es dauerte nicht lange, bis er zu seinem Erfolg kam unverwechselbares Talent erregte die Aufmerksamkeit der nationalen Auswahlmannschaften. Rives gab sein Frankreich-Debüt 1975 im Alter von 22 Jahren gegen England und markierte damit den Beginn einer internationalen Karriere, die ihn sowohl in Bezug auf persönliche als auch mannschaftliche Erfolge an die Spitze führen sollte.
Jean-Pierre Rives war maßgeblich daran beteiligt, Frankreich 1977 zum Grand Slam zu verhelfen, und wurde in der Saison 1978 zum französischen Kapitän ernannt. Er spielte für TOEC, Beaumont und Stade Toulousain, verließ dann 1981 Toulouse, um sich dem Racing Club de France anzuschließen. Während Rives' Rugby-Karriere bestand das Wesentliche seines Spiels darin, immer nah am Ball und mitten im Geschehen zu sein. Aufgrund seines langen, wilden blonden Haares wurde er Casque d'or (französisch für „Goldener Helm“) genannt. Roger Couderc, die ikonische Rugby-Stimme im französischen Fernsehen jener Zeit, erfand diesen Spitznamen, der Rives während seiner gesamten Karriere im Gedächtnis blieb. Es waren seine Haare und sein Mut, die ihm auch den Spitznamen Asterix einbrachten. ...
Quelle: Artikel „Jean-Pierre Rives“ aus Wikipedia auf Englisch, lizenziert unter CC-BY-SA 3.0.