Biographie
Hugo Wilhelm Friedhofer (3. Mai 1901 – 17. Mai 1981) war ein amerikanischer Komponist und Cellist, der vor allem für seine Filmmusiken bekannt war.
Friedhofer wurde in San Francisco, Kalifornien, USA geboren. Sein Vater Paul war ein in Dresden ausgebildeter Cellist; seine Mutter, Eva König, wurde in Deutschland geboren.
Friedhofer begann im Alter von 13 Jahren Cello zu spielen. Nachdem er an der University of California in Berkeley Unterricht in Harmonielehre und Kontrapunkt genommen hatte, wurde er als Cellist beim People's Symphony Orchestra angestellt.
1929 zog er nach Hollywood, wo er als Musiker für Fox Studios-Produktionen wie Sunny Side Up (1920) und Grand Canary (1934) auftrat. Später wurde er als Orchestrator für Warner Bros. engagiert und arbeitete für das Studio an mehr als 50 Filmen. Während seiner Zeit bei Warners wurde er hauptsächlich mit Max Steiner und, weil er Deutsch sprach, Erich Wolfgang Korngold beauftragt. Insbesondere Steiner verließ sich auf Friedhofers Geschick, seine Skizzen in eine vollständige Orchesterpartitur umzuwandeln.
1937 komponierte Friedhofer seine erste abendfüllende Filmmusik, „Die Abenteuer des Marco Polo“. Obwohl er in den 1930er und 1940er Jahren noch als Orchestrator tätig war, erhielt er nach und nach immer mehr Aufträge als Komponist. 1942 komponierte er die Musik für den Film Tschetniks! Die kämpfenden Guerillas.
1946 wurde Friedhofer beauftragt, die Partitur für den 1946 von William Wyler inszenierten Film „Die besten Jahre unseres Lebens“ zu komponieren, der ihm bei der Oscar-Verleihung 1947 einen Oscar für die beste Originalmusik einbrachte, vor Bernard Herrmann, Miklós Rózsa, William Walton und Franz Waxman. Eine Neuaufnahme der Partitur, die 1979 von der Entr'acte Recording Society veröffentlicht wurde, wurde damals positiv aufgenommen.
Friedhofer wurde auch für andere Filme nominiert, darunter The Bishop's Wife, Jeanne d'Arc, Above and Beyond, Between Heaven and Hell, Boy on a Dolphin, An Affair to Remember und The Young Lions.
Friedhofer, der von seinen Kollegen sehr geschätzt wurde, zeichnete sich auch durch seinen bissigen, selbstironischen Witz aus. Als er von seinem Komponistenkollegen David Raksin nach den Fortschritten seiner Partitur für Jeanne d’Arc gefragt wurde, antwortete er: „Ich habe gerade mit dem Grillen angefangen!“ Als Antwort auf ein Interview von Page Cook, dem Filmmusikkritiker der Zeitschrift Films in Review, der sich nach seinem Platz im Pantheon der Filmmusiker erkundigte, sagte Friedhofer: „Ich bin nur ein falscher Riese unter echten Pygmäen.“
Eine biografische Sammlung von Essays, Briefen und Interviews wurde von Linda Danly herausgegeben.
Er starb am 17. Mai 1981 im St. Vincent Hospital an den Folgen eines Sturzes.
Beschreibung oben von der Wikipedia-Seite Hugo Friedhofer, lizenziert unter CC-BY-SA, vollständige Liste der Mitwirkenden auf Wikipedia.
1 Gewinnt Und 1 Nominierungen