Biographie
Die Charakterdarstellerin Mary Jackson, eine dieser auffallend vertrauten Matronen, die man einfach nicht einordnen kann, ist wahrscheinlich vor allem für ihre wiederkehrende Rolle als eine der herrlich exzentrischen Schmugglerschwestern, „Miss Emily“ Baldwin, in der Serie „Die Waltons“ (1971) bekannt für neun Staffeln. Sie wurde am 22. November 1910 im ländlichen Milford, Michigan, geboren und erwarb 1932 einen Bachelor-Abschluss an der West Michigan University. Sie war ein Jahr lang Schullehrerin in der Zeit der Depression, bevor sie sich ihrem Interesse am Theater widmete, und kehrte ans College zurück (diesmal an die Michigan State University). Universität) in einem Studiengang für Bildende Künste. Sie begann auf der Chicagoer Bühne und im Sommerlager, bevor sie auf die größeren Bühnen in New York und Los Angeles wechselte.
Film- und Fernsehrollen bekam sie erst im mittleren Alter. Normalerweise gastierte sie in TV-Shows wie „The Andy Griffith Show“, „The Twilight Zone“, „My Three Sons“, „Hazel“, „The Mary Tyler Moore Show“, „Barnaby Jones“ und „Highway to Heaven“. traten als damenhafte Kleinstadtbürger auf. Sie war auch Teil des Ensembles in Peter Bogdanovichs erstem Low-Budget-Thriller „Targets“ (1968), dem letzten Spielfilm von Boris Karloff. In den 70er Jahren begann sie, hier und da Charakterteile zu sammeln, wie zum Beispiel ihre Nonnen im All-Star-Epos „Airport“ (1970) und dem Horrorfilm „Audrey Rose“ (1977). Eine Reihe angenehmer, mütterlicher Rollen kamen auf sie zu, darunter Lynn Carlins Mutter im Western „Wild Rovers“ (1971) von Blake Edwards und Jane Fondas in der Komödie „Spaß mit Dick und Jane“ (1977). Sie unterstützte Fonda erneut im Vietnam-Drama „Coming Home“ (1978), gehörte zur Besetzung im Kultfilm „Big Top Pee-wee“ (1988) und spielte eine bemerkenswerte Rolle in „Leap of Faith“ von Steve Martin (1992).
Was den Erfolg von „The Waltons“ betrifft, spielte die Charakterdarstellerin Dorothy Stickney die Rolle der Emily im ersten TV-Pilotfilm zusammen mit Josephine Hutchinson als ältere Schwester Mamie. Als die Serie zustande kam, übernahmen Mary und die Schauspielerin Helen Kleeb, ein weiteres dieser „Ich habe sie schon einmal gesehen“-Charaktergesichter, die Rollen der Jungfer. Sowohl sie als auch Kleeb setzten ihre Schwesternrolle regelmäßig in mehreren Walton-„Reunion“-TV-Filmen fort, die verschiedene Hochzeiten und Feiertagstreffen beinhalteten. Ihre letzten Fernsehauftritte hatten beide Damen in „A Walton Easter“ (1997). Kleeb starb 2003 im Alter von 96 Jahren eines natürlichen Todes. Mary starb zwei Jahre später im Alter von 95 Jahren an den Folgen der Parkinson-Krankheit. - IMDb-Minibiografie