Biographie
Der feurige, kraftvolle und einschüchternde Charakterdarsteller James Tolkan hat sich sowohl in Filmen als auch im Fernsehen eine nette kleine Nische als beeindruckender Darsteller grimmiger und hartgesottener Kerle geschaffen. James Stewart Tolkan wurde am 20. Juni 1931 in Calumet, Michigan, geboren. Sein Vater, Ralph M. Tolkan, war Viehhändler. James besuchte die University of Iowa, das Coe College und das Eastern Arizona College. Nach einem einjährigen Einsatz bei der United States Navy ging Tolkan nach New York und studierte Schauspiel bei Lee Strasberg und Stella Adler am Actors Studio. Klein und kahl, mit hervorstehenden, eindringlichen Augen, einem drahtigen, kompakten, muskulösen Körperbau, einer schroffen, schrillen Stimme mit hohem Dezibelpegel und einem aggressiven, konfrontativen, stumpfen wie eine Streitaxt und rauen Auftreten – Tolkan wurde oft als robuster, zynischer, geradliniger Polizist, als gemeine, herrschsüchtige Autoritätspersonen und als verschiedene rücksichtslose und gefährliche Kriminelle dargestellt.
Tolkan begann in den späten 1960er-Jahren mit der Schauspielerei in Filmen und war in zwei Filmen für Sidney Lumet äußerst erfolgreich: Er spielte einen zutiefst homophoben Polizeileutnant in dem äußerst düsteren Serpico (1973) und einen hinterhältigen Bezirksstaatsanwalt in dem ebenso hervorragenden Prince of the City (1981). Am bekanntesten ist er als der widerlich übereifrige Highschool-Direktor Gerard Strickland in den „Zurück in die Zukunft“-Filmen. Zu Tolkans anderen denkwürdigsten Rollen gehören der Napolean in Woody Allens „Liebe und Tod“ (1975), ein festgefahrener Armeeoffizier in „WarGames“ (1983), der beißende, witzige Assistent des Bürgermeisters Robert Culp in „Turk 182“ (1985), der hartgesottene Stinger in „Top Gun“ (1986), der cholerische Detective Lubric in Masters of the Universe (1987), der sanftmütige Mob-Buchhalter Numbers in Dick Tracy (1990) und der bullige Vorgesetzte von Wesley Snipes in Boiling Point (1993).