Biographie
Jane Berbié (* 6. Mai 1931) ist eine französische Mezzosopranistin, die besonders mit Mozart- und Rossini-Rollen in Verbindung gebracht wird.
Berbié wurde als Jeanne Bergougne in Villefranche-de-Lauragais, Haute-Garonne, Frankreich, geboren und nahm als Kind an verschiedenen lokalen Gesangswettbewerben teil und gewann bei einem in Canet-Plage eine Kiste Champagner für ihre Interpretation von Arien von Escamillo und Basilio. Sie studierte Klavier und Gesang am Musikkonservatorium in Toulouse. Im französischen Fernsehen trat sie in „L'Ecole des vedettes“ auf, wo sie von Elvira Popescu gelobt wurde. Ihr professionelles Operndebüt gab sie 1954 am Capitole de Toulouse als Nicklause in Les contes d'Hoffmann. Sie sang in ganz Frankreich in den Standard-Mezzorollen des französischen Repertoires, wie Siébel in Faust, Urbain in Les Huguenots, der Titelrolle in Mignon und Carmen usw. Ihr Debüt an der Pariser Opéra gab sie 1959 als Concepción in L „Heure espagnole“ und im selben Jahr beim Festival von Aix-en-Provence als Zauberin in „Dido und Aeneas“.
Weitere Rollen waren mehrere in L'Enfant et les Sortilèges (unter Maazel 1961 und Ozawa 1979 an der Opéra de Paris), Gontran in Une éducation manquée (1965), Roméo et Juliette, Ascanio in Benvenuto Cellini und viele Opérettes.
Nach einem Vorsingen mit Gabriel Dussurget, Direktor des Aix-en-Provence Festivals. Berbié wurde auf große Bühnen in ganz Europa eingeladen und trat an der Mailänder Scala, dem Royal Opera House in London, den Festivals von Glyndebourne und Salzburg, dem Liceu in Barcelona usw. auf. Sie sang Maffio Orsini in der Carnegie Hall in New York. in der berühmten Konzertversion von Lucrezia Borgia aus dem Jahr 1965, neben Montserrat Caballé als Lucrezia und seinem Landsmann Alain Vanzo als Gennaro.
Berbié wurde besonders in Mozart-Rollen geschätzt, etwa als Cherubino in „Nozze di Figaro“, als Zerlina in „Don Giovanni“ sowie als Dorabella und Despina in „Cosi fan tutte“. Sie erlangte auch große Anerkennung in Rossini-Rollen und sang die Isabella in „L'Italiana in Algeri“, die Rosina in „Il Barbiere di Siviglia“, die Angelina in „La Cenerentola“ und den Malcolm in „La Donna del Lago“. Gerne spielte sie aber auch Ensemblerollen, etwa eine Blumenmädchen im Parsifal oder eine Rheintöchterin, wobei sie auf den musikalischen Wert der Mitwirkung und die Anforderungen der kleinsten Partie verwies.
Berbié war ab 1983 auch als Lehrerin am Conservatoire de Paris tätig, wo Sophie Koch zu ihren Schülern gehörte, und sang bis in die 1990er Jahre hinein aktiv.
Zu ihren Aufnahmen gehören Werke wie La Dame Blanche (unter Soustrot), L'Enfrance Du Christ (Martinon), Benvenuto Cellini (Davis), L'Heure Espagnole (Maazel), Fra Diavolo (Soustrot), Così fan tutte (Solti), Le Nozze di Figaro (von Karajan) und Carmen (Prêtre, Solti).
Quelle: Artikel „Jane Berbié“ aus Wikipedia auf Englisch, lizenziert unter CC-BY-SA 3.0.