Biographie
Rósa Arianna McGowan (* 5. September 1973) ist Filmemacherin, Aktivistin und Musikerin. Sie wurde in Italien geboren und wuchs in der Sekte „Kinder Gottes“ auf, bevor ihre amerikanischen Eltern aus Sorge um die Gemeinschaft zurück in die USA flohen, als Rose 10 Jahre alt war.
McGowan ließ sich in Oregon nieder, wurde in der Schule gemobbt und rebellierte gegen ihre Familie. Mit 15 Jahren emanzipierte sie sich legal von ihren Eltern und lebte in einem besetzten Haus mit Drag-Künstlern, bevor sie nach Los Angeles zog, um sich als Schauspielerin zu versuchen. Es folgten Werbespots, zusätzliche Arbeiten und eine kleine Rolle in „Encino Man“ von 1992, doch McGowan verließ die Branche und beschloss, stattdessen in der Kosmetik zu arbeiten.
Als sie 1994 mit launischem Auftreten vor einem Fitnessstudio in LA stand, wurde sie von einem Casting-Direktor für Gregg Arakis „The Doom Generation“ entdeckt, der glaubte, sie sei perfekt für die Rolle der Amy Blue, einer apathischen Femme Fatale der Generation X. Ihr Auftritt wurde zum Synonym für die Punk-Coolness der 90er-Jahre und sie wurde 1996 bei den Independent Spirit Awards für die beste Debüt-Performance nominiert.
Als er einen Agenten bekam, fand McGowan schnell weitere Rollen, darunter Rollen im Slasher-Hit „Scream“ und in Kult-Indies wie „Jawbreaker“, „Going All the Way“ und „Devil in the Flesh“. Mit ihrer blassweißen Haut und dem blutroten Lippenstift sowie einer Beziehung mit dem umstrittenen Rockstar Marilyn Manson wurde McGowan in den 1990er Jahren als Sexsymbol für böse Mädchen beworben, hatte jedoch Schwierigkeiten, im Mainstream Erfolg zu haben.
Auf Anraten ihres Managements trat McGowan in der vierten Staffel der Besetzung des Fantasy-Dramas „Charmed“ bei und ersetzte die verstorbene Shannen Doherty als ein Drittel eines Trios von Hexenschwestern. Nach fünf Staffeln der Serie kehrte McGowan mit Rollen in Brian De Palmas „The Black Dahlia“ und dem Quentin Tarantino/Robert Rodriguez-Doppel „Grindhouse“ zum Film zurück.
Während „Grindhouse“ McGowan internationale Aufmerksamkeit verschaffte, insbesondere durch ihre Rolle als Go-Go-Tänzerin mit einem Maschinengewehr als Bein, war es eine unglückliche Zeit in ihrem Privatleben. Ihre Beziehung zu Rodriguez brach zusammen, ein Autounfall zwang sie zu einer umfangreichen rekonstruktiven Operation und ihr Vater starb.
Im Jahr 2015 gab McGowan bekannt, dass sie aufgrund ihrer eigenen traumatischen Erfahrungen in der Branche und ihrer Frustration über die Qualität der von Hollywood geförderten Arbeit die Schauspielerei aufgeben und sich anderen Unternehmungen widmen werde.
Ihr Filmdebüt, der Kurzfilm „Dawn“, wurde beim Sundance Film Festival 2015 uraufgeführt und erhielt begeisterte Kritiken. Im selben Jahr veröffentlichte sie ihre Debütsingle – ein stimmungsvolles Stück Electronica namens RM486. Seitdem ist sie eine prominente Aktivistin in den sozialen Medien geworden, hat ihre eigene feministische Bewegung namens Rose Army ins Leben gerufen und arbeitet weiterhin als Künstlerin, Filmemacherin und Musikerin.
Im Jahr 2016 war Rose in einen Sexskandal verwickelt, als mehrere Sextapes und Nacktbilder online für die ganze Welt durchgesickert waren und ihre Liebe zu Freizeitdrogen offengelegt wurde. Einige scheinen zu glauben, dass sie die Bänder und Fotos selbst durchgesickert hat, um sie öffentlich bekannt zu machen, und andere glauben, dass es sich um die Bösewichte Hollywoods handelt, die darüber empört sein könnten, dass Rose sich gegen sie ausgesprochen hat.
3 Gewinnt Und 6 Nominierungen