Biographie
Guillermo del Toro Gómez (Spanisch: [ɡiˈʝeɾmo ðelˈtoɾo]; geboren am 9. Oktober 1964) ist ein mexikanischer Filmemacher, Autor und Künstler. Sein Werk zeichnet sich durch eine starke Verbindung zu Märchen, Gothic und Horror aus und vermischt oft die Genres, um dem Grotesken visuelle oder poetische Schönheit zu verleihen. Er ist schon sein Leben lang von Monstern fasziniert, die er als Symbole großer Macht betrachtet. Er ist als Pionier der dunklen Fantasy in der Filmindustrie bekannt und verwendet insektenartige und religiöse Bilder, seine Themen sind der Katholizismus und die Feier der Unvollkommenheit, Unterweltmotive, praktische Spezialeffekte und dominantes bernsteinfarbenes Licht.
Im Laufe seiner Karriere wechselte del Toro zwischen spanischsprachigen Filmen – wie „Cronos“ (1993), „The Devil's Backbone“ (2001) und „Pans Labyrinth“ (2006) – und englischsprachigen Filmen, darunter „Mimic“ (1997), „Blade II“ (2002), „Hellboy“ (2004) und dessen Fortsetzung „Hellboy II: The Golden“. Army (2008), Pacific Rim (2013), Crimson Peak (2015), The Shape of Water (2017), Nightmare Alley (2021) und Pinocchio (2022).
Als Produzent oder Autor arbeitete er an den Filmen „Das Waisenhaus“ (2007), „Keine Angst vor der Dunkelheit“ (2010), „Der Hobbit“-Filmreihe (2012–2014), „Mama“ (2013), „Das Buch des Lebens“ (2014), „Pacific Rim: Uprising“ (2018), „Scary Stories to Tell in the Dark“ (2019) und „The Hexen (2020). Im Jahr 2022 schuf er die Netflix-Anthologie-Horrorserie „Guillermo del Toros Kabinett der Kuriositäten“ mit einer Sammlung klassischer Horrorgeschichten.
Zusammen mit Chuck Hogan war er Co-Autor der Romantrilogie „The Strain“ (2009–2011), die später in eine Comic-Serie (2011–15) und eine Live-Action-Fernsehserie (2014–17) umgewandelt wurde. Mit DreamWorks Animation und Netflix schuf er das Zeichentrick-Franchise Tales of Arcadia, das die Serien Trollhunters (2016–18), 3Below (2018–19) und Wizards (2020) sowie den Fortsetzungsfilm Trollhunters: Rise of the Titans (2021) umfasst.
Del Toro ist eng mit den mexikanischen Filmemachern Alfonso Cuarón und Alejandro G. Iñárritu befreundet, die zusammen als „Die drei Freunde des mexikanischen Kinos“ bekannt sind. Er hat mehrere Auszeichnungen erhalten, darunter drei Oscars, drei BAFTA Awards, zwei Golden Globe Awards, einen Daytime Emmy Award und einen Goldenen Löwen. Er wurde 2018 in die Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt des Time Magazine aufgenommen und erhielt 2019 einen Filmstern auf dem Hollywood Walk of Fame.
90 Gewinnt Und 123 Nominierungen