Biographie
Laura Betti (geb. Trombetti; 1. Mai 1927 – 31. Juli 2004) war eine italienische Schauspielerin, die vor allem für ihre Arbeit mit den Regisseuren Federico Fellini, Pier Paolo Pasolini und Bernardo Bertolucci bekannt war. Mit Pasolini verband sie eine lange Freundschaft und drehte 2001 einen Dokumentarfilm über ihn.
Betti wurde berühmt für die Darstellung bizarrer, grotesker, exzentrischer, instabiler oder manischer Rollen, wie Regina in Bernardo Bertoluccis 1900, Anna, das Medium in Twitch of the Death Nerve, Giovanna la pazza in Woman Buried Alive, die hysterische Rita Zigai in Sbatti il mostro in prima pagina, Therese in Private Laster, öffentliche Tugenden, Emilia, die Dienerin in Pier Paolo Pasolinis Teorema, für die sie den Volpi Cup als beste Schauspielerin gewann, und Mildred, die Frau des Protagonisten in Mario Bavas Beil für die Flitterwochen.
Als Laura Trombetti wurde sie in Casalecchio di Reno in der Nähe von Bologna geboren und interessierte sich schon früh für das Singen. Sie arbeitete zunächst professionell als Jazzsängerin in der Kunst und zog nach Rom.
Ihr Filmdebüt gab Betti in Federico Fellinis La Dolce Vita (1960). 1963 wurde sie eine enge Freundin des Dichters und Filmregisseurs Pier Paolo Pasolini. Unter seiner Regie erwies sie sich als wunderbares Talent und spielte in sieben seiner Filme mit, darunter La Ricotta (1963), Teorema (Theorem, 1968), seine 1972er Version von The Canterbury Tales, in der sie die Frau von Bath spielte; und sein umstrittenes Salo (1975) („120 Tage Sodom“).
1976 verkörperte Betti in Bernardo Bertoluccis Novecento (1900) Regina, eine grausame und erotisch-wahnsinnige Faschistin. Sie spielte auch Miss Blandish in seinem Last Tango in Paris (1972), allerdings wurde ihre einzige Szene gelöscht.
1973 synchronisierte sie die Stimme des Teufels für die italienische Version von William Friedkins „Der Exorzist“.
Ab den 1960er Jahren widmete Betti einen Großteil ihrer Zeit der Literatur und Politik. Sie wurde zur Muse für eine Reihe führender politischer und literarischer Persönlichkeiten in Italien und verkörperte die revolutionäre und marxistische Ära des Italiens der 1970er Jahre.
2001 drehte sie einen Dokumentarfilm über Pasolini, Pier Paolo Pasolini und die Geschichte eines Sogno. Außerdem schenkte sie ihre mit ihrer langen Freundschaft verbundenen Dokumente sowie mehr als 1000 Bände und viele Dokumente im Zusammenhang mit Pasolini den Archiven der Fondazione Cineteca di Bologna und gründete so das Centro Studi Archivio Pier Paolo Pasolini. Dieses von Betti dringend gesuchte Zentrum besitzt auch Tausende von Fotografien und alle Werke von Pasolini: Poesie, Literatur, Kino und Journalismus. Nach ihrem Tod im Jahr 2004 schenkte ihr Bruder Sergio Trombetti alle persönlichen Dokumente ihrer Karriere dem Centro, das sie unter dem Namen Fondo Laura Betti aufnahm.
Quelle: Artikel „Laura Betti“ aus Wikipedia auf Englisch, lizenziert unter CC-BY-SA 3.0.
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