Biographie
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Jeffrey Lynn (geb. Ragnar Godfrey Lind; 16. Februar 1909 – 24. November 1995) war ein US-amerikanischer Bühnenschauspieler und Filmproduzent, der vor allem im Goldenen Zeitalter Hollywoods arbeitete und sich als eines der größten Talente seiner Zeit etablierte. Während seiner gesamten Schauspielkarriere, sowohl auf der Bühne als auch im Film, galt er als „der attraktive, zuverlässige Liebhaber der Heldin“ oder „der große, standhafte Held“.
Er wurde in Massachusetts geboren und wuchs dort auf. Er besuchte das Bates College, bevor er als Lehrer arbeitete. Er wurde 1938 für die Rolle in seinem ersten Film engagiert, was ihn überzeugte, nach Hollywood, Kalifornien, zu ziehen. Sein zweiter Film – Four Daughters (1938) – verschaffte ihm landesweiten Ruhm und löste drei Fortsetzungen aus: Daughters Courageous (1939), Four Wives (1939) und Four Mothers (1941), in denen Lynn seine Rolle jeweils wiederholte. Er stand im Mittelpunkt der kontroversen Verfilmung von „Vom Winde verweht“ (1939); Er galt als Topkandidat für die Rolle von Ashley Wilkes, der Regisseur entschied sich jedoch schließlich stattdessen für Leslie Howard. Lynn wurde gebeten, sich James Cagney und Humphrey Bogart in „Die goldenen Zwanziger“ (1939) anzuschließen, einem Gangster-Noir-Film, der ihm großes Lob von der Kritik einbrachte. Sein Erfolg setzte sich mit Filmen wie „The Fighting 69th“ (1940), in dem er neben Cagney die Dichterin und Soldatin Joyce Kilmer verkörperte, „It All Came True“ (1940), „All This and Heaven Too“ (1940) und „Million Dollar Baby“ (1941) fort.
Seine Filmkarriere wurde wegen der Wehrpflicht für den Zweiten Weltkrieg unterbrochen, wo er für seine Verdienste als Hauptmann des Kampfgeheimdienstes in Italien und Österreich einen Bronze Star erhielt. 1948 kehrte er auf die Leinwand zurück und spielte in dem äußerst erfolgreichen Film „Ein Brief an drei Frauen“ (1949) mit, der 1950 bei der Hauptsendezeit-Oscar-Verleihung als bester Film nominiert wurde. Ein Jahr später schloss er sich der Besetzung von Home Town Story (1951) an, in der er neben Marilyn Monroe auftrat. Zu seinen späteren Filmauftritten zählen „Butterfield 8“ (1960) mit Elizabeth Taylor und Laurence Harvey sowie „Tony Rome“ (1967) mit Frank Sinatra.
Lynn begann auch am Broadway zu spielen und war in Stücken wie Any Wednesday (1966) und Dinner at Eight (1967) zu sehen. Später in seiner Karriere hatte er gemischten Erfolg bei den Kritikern im Fernsehen und spielte in Erfolgssendungen wie „Robert Montgomery Presents“, „Your Show of Shows“, „My Son Jeep“ (mit dem jungen Martin Huston) und „Lux Video Theatre“.
Er starb im November 1995 in Burbank, Kalifornien, aus natürlichen Gründen und wurde im Forest Lawn Memorial Park in den Hollywood Hills beigesetzt. Schauspieler Jeffrey Lynn „Jeff“ Goldblum ist zu Ehren von Jeffrey Lynn benannt.