Biographie
Kurt Moll (11. April 1938 – 5. März 2017) war ein deutscher Opernbassänger, der eine internationale Karriere feierte und vielfach aufgenommen wurde.
Seine Stimme zeichnete sich durch ihre Bandbreite aus, ein wahrer Basso Profondo, einschließlich voller, resonanter tiefer und sehr tiefer Töne mit entspanntem Vibrato; auch für seine ungewöhnliche Kombination aus extremer Lautstärke und einem schnurrenden, kontrafagottartigen Timbre. Obwohl er über eine kräftige Stimme und eine für die anspruchsvollsten Partien ausreichende Ausdauer verfügte, war er kein Donnerer und trat nie als Wagners stimmlich athletische, brüllende Bassisten Hagen, Hans Sachs oder Wotan auf. Seine Interpretationen waren eher zurückhaltend und intelligent, selbst in komödiantischen Rollen wie dem Osmin in Mozarts „Entführung aus dem Serail“ und dem Baron Ochs in „Der Rosenkavalier“.
Moll wurde in Buir bei Köln, Deutschland, geboren. Als Kind spielte er Cello und hoffte, ein großartiger Cellist zu werden. (Er hatte auch den Ehrgeiz, Industrieller/Geschäftsmann zu werden.) Er sang im Schulchor, dessen Dirigent ihn ermutigte, sich auf das Singen zu konzentrieren. Er studierte Gesang an der Musikhochschule Köln. Mit 20 Jahren trat er der Oper Köln bei und blieb dort bis 1961 Ensemblemitglied. Anschließend sang er drei Jahre an der Oper Mainz und fünf Jahre an der Oper Wuppertal. 1969 nahm er ein Engagement an der Hamburgischen Staatsoper an und trat anschließend an den großen Opernhäusern Europas auf.
Sein Debüt bei den Bayreuther Festspielen gab er 1968 als Nachtwächter in „Die Meistersinger von Nürnberg“ und sang dort mehrere Jahre lang den Fafner in „Der Ring des Nibelungen“, die Marke in „Tristan und Isolde“ und den Pogner in „Die Meistersinger“.
Sein amerikanisches Debüt gab er 1974 an der San Francisco Opera als Gurnemanz in Wagners Parsifal, eine Rolle, die er im Jahr 2000 mit der Kompanie wiederholte. Sein Debüt an der Metropolitan Opera gab er am Eröffnungsabend der Saison 1977/78, wo er als Landgraf in Wagners Tannhäuser. Dort sang er auch den Rocco in Beethovens Fidelio und den Sparafucile in Verdis Rigoletto.
Er machte zahlreiche Aufnahmen von Opern, geistlicher Musik, Charpentiers Te deum H.146, Magnificat H.74 im Jahr 1990 mit Neville Mariner und Liedern. Moll ist als Ochs in sieben Gesamtaufnahmen des Rosenkavaliers, als Sarastro in sechs Aufnahmen von Mozarts Zauberflöte, als Marke in sechs Sätzen von Wagners Tristan und Isolde und als Erzengel Raphael in drei Aufnahmen von Haydns Die Schöpfung zu hören. Seine Aufnahme von Schuberts philosophischen „Liedern für Bass“ für das Orfeo-Label setzte einen neuen Standard für diese Lieder; außerdem nahm er Schuberts Liederzyklus Winterreise und ein Album mit dramatisch-heroischen Balladen von Carl Loewe auf. Neben Deutsch, Italienisch und Latein nahm er einige Rollen auf Russisch auf, darunter Pimen in „Boris Godunow“ und den alten Sträfling in „Lady Macbeth von Mzensk“ von Schostakowitsch. Er ist in vielen Rollen in Werbefilmen zu sehen, darunter Sarastro (zweimal), Osmin, der Commendatore, Bartolo, Hunding in Wagners Walküre (dreimal), Fafner in Das Rheingold und Siegfried, in Gurnemanz in Parsifal und Ochs (dreimal). mal). ...
Quelle: Artikel „Kurt Moll“ aus Wikipedia auf Englisch, lizenziert unter CC-BY-SA 3.0.