Biographie
Die blonde, lebhafte und offensichtlich talentierte Shirley Ross hatte die Aussicht auf einen großen Musicalfilmstar, doch ihre Karriere blieb während ihrer relativ kurzen Karriere streng zweitrangig. Man erinnert sich am besten an sie durch ihre Zusammenarbeit mit einer Unterhaltungslegende: Shirley hatte die Gelegenheit, mit Bob Hope das Lied „Thanks for the Memory“ im spritzigen Musical The Big Broadcast von 1938 zu duettieren. Das Lied wurde natürlich zu Bobs Liebling Signaturmelodie.
Shirley wurde 1913 als Bernice Gaunt in Omaha, Nebraska, geboren. Ihre Familie zog in den Westen und sie besuchte die Hollywood High School und studierte später an der UCLA. Gesegnet mit einem wunderschönen Musikinstrument und einer versierten Klavierspielerin, sang Shirley anschließend mit Gus Arnheims Band an der Westküste, trat in allen schicken Clubs der damaligen Zeit auf, darunter im Beverly Wilshire Hotel, und machte sich dabei einen guten Namen für sich selbst im Radio. Sie trat auch in einer Westküstenproduktion von „Anything Goes“ auf.
MGM engagierte sie zunächst und gab ihr Debüt in der Jean-Harlow-Hauptrolle „Blonde Bombe“ (1933). In den Filmen „Hollywood Party“ (1934), „Manhattan Melodrama“ (1934), „Das Mädchen aus Missouri“ (1934), „Die lustige Witwe“ (1934) und „Zeit der Indiskretion“ (1935) machte sie ihre Karriere genauso unbemerkt, wurde aber schließlich zum Schauspieler befördert Nebenrolle im klassischen Erdbeben-Epos San Francisco (1936) mit Clark Gable und Jeanette MacDonald, in dem Shirley „Happy New Year“ sang.
1936 fand sie eine sichtbarere Arbeit bei Paramount und verbrachte dort die nächsten Jahre zusammen mit Bing Crosby oder Bob Hope in ihren beliebten Filmen – The Big Broadcast of 1937 (1936), Waikiki Wedding (1937), Thank for the Memory (1938), Paris Honeymoon (1939) und Some Like It Hot (1939). Obwohl es sich bei den meisten um unbedeutende, unbedeutende Zeitvertreibe handelte, war sie eine unterhaltsame Schönheit und durchaus brauchbar darin. Sie erhielt sogar die Chance, in einigen ihrer eigenen Filme die Hauptrolle zu übernehmen, etwa in „Prison Farm“ (1938), „Sailors on Leave“ (1941) und „A Song for Miss Julie“ (1945), ihrem Abgesang.
Nachdem sie Bilder hinterlassen hatte, war Shirley Ross kaum noch zu hören oder zu sehen. Sie war zunächst mit dem Agenten John Kenneth „Ken“ Dolan und dann mit Everett S. „Eddie“ Blum verheiratet und hatte drei Kinder – zwei Söhne und eine Tochter. Sie starb 1975 in Menlo Park, Kalifornien, an Krebs.