Biographie
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Agnes George de Mille (18. September 1905 – 7. Oktober 1993) war eine amerikanische Tänzerin und Choreografin.
De Mille begann ihre Zusammenarbeit mit dem jungen American Ballet Theatre (damals Ballet Theatre genannt) im Jahr 1939, aber ihr erstes bedeutendes Werk, Rodeo (1942) mit der Partitur von Aaron Copland, wurde für das Ballet Russe de Monte Carlo inszeniert. Obwohl de Mille fast bis zu ihrem Tod weiter choreografierte – ihr letztes Ballett, The Other, wurde 1992 fertiggestellt –, sind die meisten ihrer späteren Werke aus dem Ballettrepertoire verschwunden. Neben Rodeo werden regelmäßig zwei weitere de Mille-Ballette aufgeführt: Three Virgins and a Devil (1934) nach einer Erzählung von Giovanni Boccaccio und Fall River Legend (1948) nach dem Leben von Lizzie Borden.
Aufgrund der Stärke von Rodeo wurde de Mille engagiert, die Musikshow Oklahoma! zu choreografieren. (1943). Das Traumballett, in dem die Tänzer Marc Platt, Katherine Sergava und George Church als Hauptdarsteller fungierten, integrierte den Tanz erfolgreich in die Handlung des Musicals. Anstatt als Zwischenspiel oder Divertissement zu fungieren, lieferte das Ballett wichtige Einblicke in die emotionalen Probleme der Heldin. De Mille choreografierte über ein Dutzend weitere Musicals, insbesondere Bloomer Girl (1944), Carousel (1945), Brigadoon (1947), Gentlemen Prefer Blondes (1949), Paint Your Wagon (1951) und The Girl in Pink Tights ( 1954), Goldlöckchen (1957) und 110 im Schatten (1963).
De Milles Erfolg am Broadway führte nicht zu einem Erfolg in Hollywood. Ihr einziger nennenswerter Filmerfolg ist „Oklahoma!“ (1955). Sie wurde weder für Brigadoon noch für Carousel eingeladen, ihre Choreografie nachzuarbeiten. Dennoch wurden ihre beiden Specials für die Fernsehserie Omnibus, „The Art of Ballet“ und „The Art of Choreography“ (beide 1956 im Fernsehen ausgestrahlt), sofort als bahnbrechende Versuche anerkannt, ernsthaftes Tanzen einem breiten Publikum bekannt zu machen.
Ihre Liebe zur Schauspielerei spielte in ihrer Choreografie eine sehr wichtige Rolle. De Mille revolutionierte das Musiktheater, indem er Choreografien schuf, die nicht nur die emotionalen Dimensionen der Charaktere vermittelten, sondern auch die Handlung verstärkten. Ihre Choreografie spiegelte ihr Bewusstsein für die Schauspielerei wider und spiegelte die Angst und den Aufruhr der Charaktere wider, anstatt sich einfach auf die körperliche Technik einer Tänzerin zu konzentrieren.
De Mille heiratete Walter Prude am 14. Juni 1943. Sie hatten ein Kind, Jonathan, geboren 1946.
Zu ihren Hobbys gehörten das Sammeln von feinem Porzellan und die Erforschung der Geschichte der Kleidung, wofür sie eine Expertin war.
1975 erlitt sie auf der Bühne einen Schlaganfall, erholte sich jedoch wieder. Sie starb 1993 an einem zweiten Schlaganfall in ihrer Wohnung in Greenwich Village.