Biographie
Geboren und aufgewachsen in Los Angeles (in zweiter Generation geboren), war Jerrys Karriere in der Kunst bislang eine faszinierende Reise. Der Kreis hat sich gewissermaßen geschlossen. Seine erste Inspiration, einen Bleistift zu Papier zu bringen, kam ihm als Kind, als er sich am Samstagmorgen Zeichentrickfilme ansah. Und obwohl er sowohl privat als auch beruflich an vielfältigen künstlerischen Unternehmungen beteiligt war, war das Zeichnen von Zeichentrickfilmen schon immer seine größte Liebe. Seinen Einstieg ins Fernsehen machte er als Schöpfer und ausführender Produzent der Zeichentrickserie „Die Maus und das Monster“, die im Herbst 1996 auf UPN Premiere feierte. Die Jahre schwankten zwischen dem Kriechen vor dem Fernseher, um Zeichentrickfilme anzusehen, und der Vorbereitung, sie zu erstellen einzigartige Erlebnisse beschert haben. Als er 1968 am Santa Monica College war, entdeckte er, dass es doch einen Platz für seine verdrehten Zeichnungen gab, und begann, Cartoons an Berkeleys berüchtigte Underground-Firma „Yellow Dog Comics“ zu verkaufen, was ihm seinen ersten kommerziellen Auftrag einbrachte – ein Albumgemälde für Jefferson Airplane. Offs, heißer Thunfisch. Das Schreiben hielt mit der visuellen Entwicklung Schritt, als er Chefautor der wöchentlichen, augenzwinkernden, futuristischen Radiosendung „The Oidar Wavelength“ wurde, die landesweit an über 100 Rocksender gesendet wurde. Erzürnt über die grassierende Politik und Rhetorik der Comic-Syndication-Industrie begann Jerry 1983 mit seiner eigenen Veröffentlichung – einer in ganz Los Angeles verteilten Gratiszeitung mit 50.000 Exemplaren pro Woche und dem Namen „L.A. Funnies“. Der Zweck der Zeitung bestand darin, ein Schaufenster für Tausende talentierter Comiczeichner zu schaffen und sowohl experimentelle als auch konventionellere Werke vorzustellen. 1986 eröffnete Leibowitz sein eigenes Grafikdesignstudio und konzentrierte sich hauptsächlich auf Corporate-Identity-Projekte (weit entfernt von den subversiven Schwärmereien mit Feder und Tinte der 60er Jahre). Zu den Auszeichnungen gehörten höchste Auszeichnungen und besondere Auszeichnungen der Jury bei den jährlichen Wettbewerben des Art Directors Club of Los Angeles sowie ein International Broadcast Award (IBA) für einen Radiowerbespot, den er für Presidential Airways erstellt hatte. Als die kommerzielle Kunst immer weniger erfüllend wurde, vollzog Jerry den Übergang zur bildenden Kunst, wo er Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen in lokalen und außerstaatlichen Galerien ausstellte. Leibowitz komponierte und spielte einen elektronischen Soundtrack für seine erste Einzelausstellung in einer Galerie im Jahr 1990. Jerry malt und zeichnet weiterhin und hat kürzlich den Auftrag angenommen, eine öffentliche Skulptur für ein lokales Stadterneuerungsprogramm zu schaffen.