Biographie
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Selena Royle (6. November 1904 – 23. April 1983) war eine US-amerikanische Schauspielerin (Bühne, Radio, Fernsehen und Film) und später Autorin. Royle wurde in New York City als Sohn des Dramatikers Edwin Milton Royle und der Schauspielerin Selena Fetter geboren (12. April 1860 – 10. Mai 1955). Sie hatte eine ältere Schwester, Josephine Fetter Royle (1901–1992).
Ihre Mutter erzählte in einem Zeitungsartikel, dass sie Selena immer zu ihren Proben und Auftritten mitnahm. Eines Nachts verschwand dann die siebenjährige Selena. Während die Mutter verzweifelt nach ihr suchte und den zweiten Akt aufhielt, wurde das Publikum unruhig. Endlich tauchte die junge Frau auf – sie war im zweiten Akt-Kostüm ihrer Mutter auf die Bühne gegangen; Sie machte eine Verbeugung, sehr zur Belustigung des Publikums. Später bemerkte sie: „Und das war das erste Mal, dass ich auf der Bühne stand, und es gefiel mir so gut, dass ich geblieben bin.“
Ihr Vater schrieb 1921 das Broadway-Stück Lancelot und Elaine, um ihr und ihrer Schwester Josephine ihre ersten professionellen Rollen als Guinevere bzw. Elaine zu ermöglichen. Schließlich bekam sie 1923 eine eigene Rolle in der Theatre Guild-Inszenierung von „Peer Gynt“ mit Joseph Schildkraut und wurde eine angesehene Broadway-Schauspielerin. In den 1930er Jahren drehte sie einen Film, „Misleading Lady“, arbeitete aber ansonsten auf der Bühne und im Radio.
Laut einem Zeitungsartikel aus dem Jahr 1939 begann Royle ihre Radiokarriere 1926 oder 1927 und trat seitdem „fast ununterbrochen“ auf.
Zu ihren Werken gehört die Hauptrolle in „Hilda Hope, M.D.“. Außerdem spielte sie die Rolle der Martha Jackson in „Woman of Courage“, der Mrs. Allen in „Against the Storm“, der Joan in „The O’Neills“ und der Mrs. Gardner in „Betty und Bob“. bei Kate Hopkins.
In den 1940er Jahren kehrte sie zum Film zurück und hatte einen erfolgreichen Lauf. Sie spielte hauptsächlich mütterliche Charaktere wie die trauernde Mutter in „The Fighting Sullivans“ (1944), die Mutter von Jane Powell in der Kinoadaption von „A Date with Judy“ (1948) und die Mutter der Titelfigur neben Ingrid Bergman als Jeanne d'Arc (1948).
Sie hatte mehrere Auftritte im frühen Fernsehen. Allerdings weigerte sie sich 1951, vor dem Ausschuss für unamerikanische Umtriebe des Repräsentantenhauses auszusagen. Sie verklagte die American Legion, die Red Channels veröffentlicht hatte, in der ihr Name aufgeführt war, und gewann, aber ihre Schauspielkarriere endete. Sie spielte nur noch drei weitere Rollen, die letzte war Murder Is My Beat (1955).
Sie schrieb auch mehrere Bücher, darunter Guadalajara: as I Know It, Live It, Love It (das mehrere Auflagen erlebte), einige Kochbücher und einige Zeitschriftenartikel. Sie war die „Radioredakteurin“ der kurzlebigen New Yorker Zeitschrift Swank.