Biographie
Tan Pin Pin ist eine preisgekrönte Filmregisseurin aus Singapur, die über zwei Jahrzehnte damit verbracht hat, die Geschichte, Erinnerung und Repräsentation ihres Landes in nachdenklichen und selbstreflexiven Werken aufzuzeichnen, die in Singapur und im Ausland im Kino gezeigt wurden. Ihre Arbeiten wurden zu wichtigen Filmfestivals eingeladen: Berlinale, Busan, Hot Docs, SXSW, Visions du Reel und zum Flaherty Seminar. Näher zu Hause wurden sie bei M+, Parasite, CUHK, Rumah Attap, Sa Sa Art Projects, bei Singapore Airlines, der Jakarta Biennale und auf Netflix präsentiert.
Ihre Arbeit wurde mit Retrospektiven zur Mitte ihrer Karriere beim RIDM in Montreal, beim Liberation Docfest in Bangladesch und beim Dok Leipzig gewürdigt. Pin Pin begann ihre künstlerische Karriere als Fotojournalistin. Als Videokameras erschwinglicher wurden, wagte sie den Sprung zum bewegten Bild, nachdem sie von „Stadt der Traurigkeit“ des taiwanesischen Autors Hou Hsiao Hsien berührt war. Inspiriert drehte sie mit geliehenen Kameras ihren ersten Film Moving House (1996). Es geht um die Exhumierung der Gräber ihrer Urgroßeltern und die anschließende Überführung ihrer sterblichen Überreste in ein Kolumbarium. Der Film verschaffte ihr ihren ersten Filmjob als Regieassistentin für das Polizeidrama „Triple Nine“ und später ein Stipendium für ein Filmstudium an der Northwestern University, USA. Ihr Abschlussfilm gewann einen Student Academy Award.
Nach ihrer Rückkehr nach Singapur drehte sie Singapore GaGa (2005), einen Film über die Klanglandschaft Singapurs. Die Straits Times bezeichnete ihn als „einen der besten Filme über Singapur“. Es war der erste Dokumentarfilm in Singapur, der acht Wochen lang ausverkauft lief. In der Preisverleihung des Cinema du Reel für ihren nächsten Film „Invisible City“ (2007) heißt es: „Ein witziger, intellektuell anspruchsvoller Essay über Geschichte und Erinnerung als Werkzeuge des zivilen Widerstands.“ Ihr Kurzfilm Pineapple Town (2015), einer von sieben im 7 Letters-Sammelfilm, war Singapurs Beitrag zu den Oscars. Unterdessen wurde „To Singapore, with Love“ (2013), ein Film über politische Exilanten aus Singapur, von der Zensurbehörde Singapurs wegen Untergrabung der nationalen Sicherheit verboten. IN TIME TO COME (2017) ist ihr nächster Film ein immersiver Film über Rituale in Singapur wie Feuerübungen und Mückenvernebelungssitzungen.
2 Gewinnt Und 10 Nominierungen