Biographie
Christophe Gintzburger (* 27. September 1957), beruflich bekannt als Christophe Bourseiller, ist ein französischer Schauspieler, Schriftsteller, Freimaurer und Journalist. Er begann seine Karriere als Kinderschauspieler und debütierte 1962 in Yves Roberts Film War of the Buttons. In den späten 1970er und frühen 1980er Jahren sowie 2005 und 2006 trat er mehrfach auf der Bühne auf.
Er wurde als Christophe Gintzburger geboren. Sein Vater, André Gintzburger genannt Kinsbourg (1923–2013), war Dramatiker und Theaterproduzent. Seine Mutter, Chantal Darget (geb. Marie Chantal Chauvet; 1934–1988), war Schauspielerin und Tochter des Journalisten Claude Darget. Seine Mutter heiratete später den Regisseur Antoine Bourseiller (dessen Nachnamen Christophe als Künstlernamen annimmt) und sie bekamen eine Tochter, die Rejoneadora Marie Sara.
Ab seinem vierten Lebensjahr ist er in „Krieg der Knöpfe“, dem Film von Yves Robert, im Kino zu sehen. Anschließend spielte er unter der Leitung von Jean-Luc Godard, Claude Lelouch, Jacques Demy und Pierre Jolivet. Es findet sich im Abspann von etwa dreißig Filmen, etwa zwanzig Fernsehfilmen und auf den Plakaten mehrerer Theaterstücke.
Gleichzeitig verfolgt er eine Karriere als Schriftsteller, Journalist, Radio- und Fernsehmann. Er hat dreißig Bücher zu so unterschiedlichen Themen wie Minderheitenbewegungen, politischem Extremismus, Gegenkultur, Industriemusik und der neuen Welle der 1980er Jahre veröffentlicht.
Fast eine Zeit der Milieus der extremen Linken gewidmet, widmet es 1996 den französischen Maoisten ein Werk mit dem Titel Die Maoisten: Die Folle-Geschichte der französischen Rotgardisten.
Im Radio begann er 1981 mit der Gründung des kostenlosen Radiosenders Frequency Arts and Shows. Bei France Musique war er Co-Produzent einer 2005 gestarteten Wochensendung, die sich der Avantgarde-Musik widmete: Electromania, und animierte den Morgen für zwei Staffeln von 2011 bis 2013. Im Fernsehen, nachdem er seit 1984 mehrere Sendungen moderiert hatte, wird er bis Juli 2011 Redaktionsberater der Sendung Ce soir (ou jamais!). Außerdem nimmt er an der historischen Sendung L'Ombre d'un Doubt auf FR3 teil Mittwochs zu zweit, moderiert vom Moderator Franck Ferrand.
Im Jahr 2001 veröffentlichte er eine Rezension von Studien zu Situationist International, Éditions Denoël, Archives und Situationist Documents, von denen bis 2005 fünf Ausgaben erscheinen werden. Im Jahr 2009 war er hinter dem Buch „Who Are You?“ zu finden. von Bourin Éditeur.
Seit 2003 lehrt er am Institut d'Etudes Politiques in Paris und an der Sciences Po Lille. Außerdem bereitet er an der Universität Paris-1 Panthéon-Sorbonne eine Doktorarbeit über Les Mouvements Collaborationnistes français von Juni 1944 bis Dezember 1950 unter der Leitung von Pascal Ory vor.
Seit seiner Kindheit sammelt Christophe Bourseiller Flugblätter und Propagandadokumente. Er vertraute Tausende dem Institut für Sozialgeschichte in Amsterdam an. Er sammelt unter anderem auch Raritäten und Zeitungen.
2014 nahm er als Kolumnist an der zweiten Staffel der Sendung Les Pieds dans le plat auf Europe 1 teil. Seit dem 7. September 2014 produziert er außerdem auf Musique Musique die Sendung Musicus Politicus, die sich mit den Zusammenhängen von Musik und Politik beschäftigt. Schließlich ist er Chronist in La Bande originale bei France Inter.
Quelle: Artikel „Christophe Bourseiller“ aus Wikipedia auf Englisch, lizenziert unter CC-BY-SA.