Zusammenfassung
Arsène Lupin ist eine französische Fernsehsendung, die gemeinsam mit deutschen, kanadischen, belgischen, niederländischen, schweizerischen, italienischen und österreichischen Fernsehsendern produziert wurde. Es basierte nur lose auf den Romanen von Maurice Leblanc.
Die Darstellung von Arsène Lupin durch Georges Descrières ähnelte eher Graf Yoster als dem Original von Maurice Leblanc. Er verhielt sich in erster Linie wie ein perfekter Gentleman, der nie wütend wurde. Er war immer entspannt, denn alles, was ihn im Alltag stören konnte, wurde von seinem Butler erledigt. Es wurde nicht in Frage gestellt, wie er zu seiner finanziellen Unabhängigkeit gelangt war, obwohl die Serie manchmal diskret andeutete, dass er ein Berufsverbrecher sei. Lupin rettete nicht nur Jungfrauen in Not, sondern nahm es auch mit Kriminellen auf, wobei er mit deren Witz und Intelligenz konkurrierte. Entweder stahl er Gemälde von reichen Leuten, die als Wirtschaftskriminelle galten, oder er fungierte als Detektiv, der kriminelle Machenschaften zunichte machte. Als er jedoch angegriffen wurde, konnte er sich mit eleganten Jujutsu-Methoden mühelos verteidigen.
Zu den Gaststars zählten deutsche Schauspieler wie Günter Strack und Sky du Mont.
Jean-Paul Salomé sagte in seinem Kommentar zur DVD-Version seines Films Arsène Lupin, dass ihm diese Serie als Kind gefallen habe. Das deutsche Fernsehen, einer der Investoren, würde die Sendung schließlich zwischen 18:00 und 20:00 Uhr ausstrahlen, da es nur in diesem Zeitfenster Werbespots zeigen durfte. Um einen finanziellen Return on Investment zu erzielen, musste die Show für Familien und auch für Kinder geeignet sein, die sie alleine sehen würden. Anschließend wurde in der Nähe darum gebeten, einige von Leblancs Plänen zu entschärfen und abzuflachen, um mögliche Beschwerden zu vermeiden, die den Sender dazu zwingen könnten, die Sendung über das Vorabendprogramm hinaus auszustrahlen.